Der Unterschied zwischen den EDG-Containern und den „falschen“ Containern ist deutlich zu sehen. © Jörg Bauerfeld

„Falsche“ Kleidercontainer an EDG-Standorten: Krummes Geschäft mit Spenden?

Die EDG ist zurzeit dabei, alle Altkleidercontainer von ihren EDG-Containerstationen zu entfernen. Das Geschäft ist nicht mehr rentabel. Die Lücken nutzen nun unerlaubt andere „Händler“.

Die EDG baut derzeit ihre Containerstationen um. Die Altkleidercontainer verschwinden. An ihrer Stelle sollen Container anderer Art aufgestellt werden – und zwar für Papier.

Jetzt ist aber immer öfter zu beobachten, dass plötzlich doch wieder Altkleidercontainer an der Stelle stehen, wo die EDG gerade ihre abgeräumt hat. Große, weiße Dinger sind es. Ein Firmenname ist nur schwer zu erkennen. Sicher ist aber, dass diese Container dort illegal aufgestellt worden sind.

Im Stadtbezirk Aplerbeck ist dies an der Wittbräucker Straße kurz vor der Einmündung zur Fuldastraße der Fall. Hier stehen gleich zwei von den „gefälschten“ Kleidercontainern. Ein weiterer steht an der Straße „Schöner Pfad“ / Ecke Untermarkstraße. Hier wurde der weiße Container direkt neben dem EDG-Standort abgestellt.

Hier steht ein Fremdcontainer neben dem EDG-Standort. Auch das ist nicht erlaubt.
Hier steht ein Fremdcontainer neben dem EDG-Standort. Auch das ist nicht erlaubt. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Nur, wie reagiert die EDG darauf? „Wir entfernen alle unerlaubt aufgestellten Container von Dritten (privaten Sammlern), die sich im Umkreis von drei Metern um unsere Standorte befinden“, sagt Petra Hartmann, Pressesprecherin der EDG.

Bisher wurden 20 Fremdcontainer entfernt

Bisher wurden an den EDG-Standorten im Stadtgebiet rund 20 Fremd-Textilcontainer eingezogen. „Wir werden diese Vorgehensweise auch weiter fortsetzen“, sagt Petra Hartmann.

Aber was passiert mit den alten Kleidercontainern der EDG und wie werden die Lücken an den Containerstandorten aufgefüllt? Hier reagiert die EDG auf den immer größer werdenden Anteil an Altpapier.

„Die eingezogenen Alttextilcontainer werden umgebaut, sodass sie als Depotcontainer für Papier, Pappe und Kartonagen eingesetzt werden können“, sagt Petra Hartmann.

Woran erkenne ich „gute“ Aktkleidercontainer?

Die zusätzlichen Papier-Depotcontainer mit einem Fassungsvermögen von fünf Kubikmetern würden dann zu einer Entlastung an den Depotcontainer-Standorten führen. Jetzt bleibt nur noch ein Problem: die Altkleider. Sollen die Dortmunder weiterhin die unbekannten Container nutzen, deren Besitzer vermutlich irgendwelche Geschäfte mit der gespendeten Kleidung machen? Und woran erkenne ich einen „guten“ Altkleidercontainer?

Ein Tipp kommt da von er Verbraucherzentrale und lautet: „Spenden Sie nur an Sammlungen, die mit einer deutschen Adresse und einer Festnetznummer erreichbar sind. Die finden sie am Altkleidercontainer oder auf dem Zettel im Briefkasten.“

Abgabe immer noch an den Recyclingöfen möglich

An den illegal aufgestellten Containern an den EDG-Standorten im Stadtbezirk Aplerbeck ist diese nicht zu finden. „Die Verbraucher und Verbraucherinnen können aber weiterhin Alttextilien gebührenfrei an den sechs Dortmunder Recyclinghöfen abgeben“, erklärt Petra Hartmann.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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