Herbert Feliczak sagt, dass er schon vor Jahren die Stadt Dortmund auf die schlechten Gehwege in Eichlinghofen aufmerksam gemacht hat. © Alexandra Wachelau
Hoffen aufs Frühjahr

Fußweg gleicht einer Schlaglochpiste: „Man hat uns hier vergessen“

Auf einem Fußgängerweg in Eichlinghofen sind so viele Schlaglöcher, dass der Weg kaum noch sichtbar ist. Ein Anwohner fühlt sich im Stadtteil vergessen. Dabei sind die Probleme bekannt.

Herbert Feliczak ist in Eichlinghofen, in einer Siedlung neben dem Tiefenbach, aufgewachsen. Den Verfall des Fußgängerweges neben besagtem Bach konnte der 76-Jährige über die Jahrzehnte hinweg beobachten.

„Es ist, als wäre der Stadtteil hier vergessen worden“, sagt der Anwohner. Schon vor Jahren, so sagt Feliczak, habe er die Stadt Dortmund auf den Wegzustand aufmerksam gemacht. Eine Rückmeldung sei nicht eingetroffen.

Die Schlaglöcher auf der Straße sind zentimetertief. Laut Informationen der Stadt Dortmund sind die Zustände bekannt – allerdings gehören Teile des Weges einer Privatperson.
Die Schlaglöcher auf der Straße sind zentimetertief. Laut Informationen der Stadt Dortmund sind die Zustände bekannt – allerdings gehören Teile des Weges einer Privatperson. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Der Weg, der von ihm kritisiert wird, liegt zwischen der Bönschstraße und der Stockumer Straße und verläuft neben dem Tiefenbach.

Ein Besuch vor Ort zeigt das Ausmaß des Weg-Verfalls: Die Schlaglöcher sind riesig, verlaufen an manchen Stellen fast über die gesamt Breite des Weges und sind oft mehrere Zentimeter tief. Laub und Wasser sammeln sich in den Löchern, in der Mitte der abschüssigen Straße ist es schlammig.

Fußgänger nutzen den Weg oft als Abkürzung

„Im Winter muss man hier wirklich vorsichtig sein“, sagt Herbert Feliczak. Zwar handelt es sich bei der Straße nur um einen Fußgängerweg, doch der werde von vielen Bewohnern der Siedlung an der Stockumer Straße genutzt als Abkürzung zur Bushaltestelle. Auch Schulkinder, wie Herbert Feliczak sagt, seien hier unterwegs – und viele Spaziergänger.

Christian Schön, Pressesprecher der Stadt Dortmund, betont, dass sich die Stadt Dortmund über die Situation am Weg im Klaren sei und momentan an einer Lösung arbeite.

Die Straße ist an mehreren Stellen geflickt, sehr ebenerdig ist die Oberfläche trotzdem nicht.
Der Weg ist an mehreren Stellen geflickt, sehr ebenerdig ist die Oberfläche trotzdem nicht. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

„Die ‚angespritzte Wegedecke aus Asphalt‘ ist im Laufe der Jahrzehnte

ausgehärtet und bricht nun unter den Einflüssen des Wetters und der Nutzung

auseinander“, so Christian Schön. Auch Anwohner Herbert Feliczak vermutet, dass die Neigung des Weges bei starken Regenfällen die vorhandenen Schlaglöcher weiter aushöhle – ein Problem, das die nur wenige Meter entfernte Kita Maulwurf schon zweimal volllaufen ließ.

Drei verschiedene Zuständigkeiten

Was die Verbesserungsmaßnahmen der Stadt verkompliziert, sind die drei verschiedenen Zuständigkeiten des Weges: 30 Meter des Weges an der Bönschstraße werden vom Tiefbauamt betreut, danach „folgt eine circa einen Kilometer lange Strecke, die dem Grünflächenamt zugeordnet ist,

denn hier ist der Weg Teil der „Grünanlage Tiefenbachtal“, so Schön. Danach wird ein Wegverlauf einer Privatfläche angeschlossen, ehe erneut das Tiefbauamt für den Rest des Weges zuständig ist.

„Ab dem Frühsommer 2021″, so informiert die Stadt Dortmund, sollen die Wegdecken erneuert werden. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

„Die defekte Wegedecke ist dort bekannt“, so Christian Schön weiter. Der Weg soll bald wiederhergestellt werden, das Grünflächenamt entwickle hierfür gerade Pläne. „Da es auch in anderen Grünanlagen defekte Wege in ähnlicher Bauweise gibt, bereitet das Amt ein Ausschreibungspaket für Asphaltarbeiten in Grünanlagen vor“, so Schön. Im Frühsommer 2021 sollen die Arbeiten dafür beginnen.

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