Die alte Deele wird in dem Gastronomie-Konzept in dem Fachwerkhaus von 1771 eine große Rolle spielen. © Jörg Bauerfeld
Gastronomie

Gastronomie-Projekt der Superlative entsteht in einem 250 Jahre alten Fachwerkhaus

Umgebaut wird das Fachwerkhaus schon seit einigen Jahren. Doch jetzt steht endlich ein Eröffnungstermin für die Erlebnisgastronomie auf mehr als 700 Quadratmetern fest.

Von außen wirkt das alte Fachwerkhaus aus dem Jahr 1771 noch ein wenig unfertig. Klar, ein neues Dach hat es gegeben und auch die neuen Fenster sind schon eingesetzt.

Dazu gibt es den Wintergarten, der sich an den historischen Baukörper schmiegt. Aber überall ist noch Baustelle, wohin das Auge blickt. Doch der Eindruck täuscht. Schon bald eröffnet in dem historischen Gebäude „Unser Rodenberg“.

Investorin übernahm das Gebäude vor elf Jahren

„Das Gröbste ist jetzt aber geschafft“, sagt Bettina Nowarre. Die Investorin hat das denkmalgeschützte Gebäude 2010 von der Stadt Dortmund erworben. Zusammen mit dem angrenzenden Bruchsteingebäude. Dort ist mittlerweile seit fünf Jahren ein italienisches Restaurant beheimatet: das „Linguini“. Im Fachwerkhaus, der alten Remise des Wasserschlosses Haus Rodenberg, wird indes noch gewerkelt.

Die Investorin Bettina Nowarre in dem angebauten Wintergarten.
Die Investorin Bettina Nowarre in dem angebauten Wintergarten. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Eigentlich sollte schon vor gut einem Jahr die Eröffnung gefeiert werden. Ein Café sollte einziehen. Aber die aufwändigen Arbeiten, Auflagen des Denkmalamtes und die Corona-Pandemie haben die Sanierung und den Umbau des Gebäudes nach hinten verschoben. Und damit auch das alte Konzept ein wenig durcheinandergewirbelt.



Sollte es zunächst eine Bäckerei sein, die das Gebäude pachtet, wird nun die Firma Nowarre Immobilien das neue Konzept vorgeben. Und das, was dort an der Rodenbergstraße entstehen wird, hat es so noch nicht in Dortmund gegeben.

Ganztägige Gastronomie geplant

Auf einer gewaltigen Fläche von mehr als 700 Quadratmetern wird Gastronomie einziehen. Angebote von morgens bis in die Nacht sollen die Bürger anlocken. Drei Etagen sind es, die auf ihre Eröffnung warten. Alte Balken, Lehmputz, offene, große Räume und kleinere Bereiche. Mit Galerie oder ohne. Alles barrierefrei und mit einem Aufzug bequem erreichbar, Sanitäranlagen auf jeder Etage. Dazu einen großen Wintergarten plus Terrasse mit Blick auf Teich und Wasserschloss.

Luftig und offen bleibt das Ständerwerk im inneren des Gebäudes.
Luftig und offen bleibt das Ständerwerk im inneren des Gebäudes. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Aber was erwartet den Gast? Das Konzept wird in Richtung Erlebnisgastronomie gehen, die das Herzstück in der alten Deele hat. Hier werden die Angebote, wie Frühstück, Kuchen oder andere Dinge unter anderem in kleinen Inselbereichen angeboten.

Im Dachboden ist die Küche und ein großer Saal. Die alten Fensterläden sind wie ein Vorhang zusammengefügt worden. Werden sie geöffnet, ist der Blick frei auf den Rodenbergteich.
Im Dachboden ist die Küche und ein großer Saal. Die alten Fensterläden sind wie ein Vorhang zusammengefügt worden. Werden sie geöffnet, ist der Blick frei auf den Rodenbergteich. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Getränkestationen wird es geben in dem alten Gebäude, das im Obergeschoss seine Hauptküche bekommt. Hier wird auch eine Eis- und Schokoladenmanufaktur zu finden sein. „Wir werden natürlich auf ein Café-Angebot setzten, wie Frühstück und Kuchen. Aber es wird auch Abendgastronomie geben“, sagt Bettina Nowarre.

Ostern 2022 soll das Gebäude wieder eröffnet werden. Nach mehrjährigem Umbau. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Wie am Ende der Service aussieht und was der Gast auf die Gabel oder in das Glas bekommt, verrät die Investorin noch nicht im Detail. Aber das Konzept steht und soll den Aplerbeckern spätestens zu Ostern 2022 vorgestellt werden.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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