Lothar Haek und Dirk Mayer (CDU, l.) stehen auf einem der kaputten Gehwege. © Jörg Bauerfeld
Wohnen in Dortmund

Gefährlich hohe Bordsteinkanten: Anwohner fordern Lösungen von der Stadt

Auf die Fahrbahn oder einen Sturz riskieren? Für ältere Menschen und Kinderwagen sind hohe Bordsteinkanten gefährlich. Und es gibt Siedlungen, da wird ein Spaziergang zum Hindernislauf.

Die Siedlung in Berghofen liegt doch recht idyllisch. Im Norden fließt der Lohbach, von der viel befahrenen Wittbräucker Straße ist nicht allzu viel zu spüren. Edelsteinsiedlung heißt der Bereich im Volksmund. Die neun Straßen hier sind alle nach Edelsteinen benannt.

Hier stehen zahlreiche Eigenheime. Hier wohnen auch viele ältere Menschen – es ist eine Wohngegend zum Altwerden. Wären da nicht die Bürgersteige. Die Siedlung ist Ende der 1960er-Jahre entstanden.

Und man hat den Eindruck, dass aus diesem längst vergangenen Jahrzehnt auch die Bürgersteige sind. Hohe Bordsteine, abgeplatzte Kanten. Barrierefreiheit war damals noch nicht so eine Sache.

Mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator ist so eine Bordsteinkante ein großes Hindernis.
Mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator ist so eine Bordsteinkante ein großes Hindernis. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

An ein, zwei Straßen ist in den letzten Jahren etwas gemacht worden. Am Opalweg beispielsweise sind die Bordsteine abgesenkt worden.

Auch ist hin und wieder der Gehweg geflickt worden. Meistens an den Stellen, an denen einmal Hausanschlüsse oder ähnliches erneuert wurden. Von einer „Generalsanierung“ sind die Gehwege in der Edelsteinsiedlung aber weit entfernt.

Schon mit einem Kinderwagen gibt es Probleme

Dieser Ist-Zustand ärgert Lothar Haeck. Der Anwohner der Edelsteinsiedlung ist sauer. „Der Zustand der Bürgersteige ist schon nicht schön“, sagt Lothar Haeck, der auch schon Probleme hatte, sein Enkelkind im Kinderwagen die Bordsteine hoch zu bugsieren. Wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen oder mit einem Rollator unterwegs sei, würde man hier große Probleme bekommen.

Dirk Mayer (CDU) will sich jetzt für die Sanierung der Bürgersteige in der Edelsteinsiedlung einsetzen und fordert Verbesserungen seitens der Stadt Dortmund. Und was sagt die dazu?

Bei Neu- und Umbauten werden die gültigen Vorschriften angewandt

„Bei Neu-, Umbauten und Unterhaltungsmaßnahmen werden selbstverständlich die zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Bauvorschriften und technischen Regeln beachtet“, sagt Christian Schön, Pressesprecher der Stadt Dortmund. So seien zum Beispiel in der Rubinstraße die Bordsteine nicht abgesenkt, die Gehwege seien aber dennoch verkehrssicher.

Dennoch gibt es die Möglichkeit, etwas zu ändern: „Werden an einem konkreten Punkt zum Beispiel an besonderen Übergängen Gehwegabsenkungen von Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen, wird das Tiefbauamt eine Realisierungsmöglichkeit prüfen“, erklärt Christian Schön.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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