Die Kirche der Gemeinde Heilig Geist an der Preinstraße: Im nächsten Jahr ziehen nicht nur Priester in die Kirche ein, sondern immer wieder auch Handwerker. © Britta Linnhoff
Heilig Geist

Gemeinde in den Startlöchern für Sanierungen – 3000 Euro Spenden

Im Mai 2020 kündigte die Wellinghofer Heilig Geist-Gemeinde an, ordentlich investieren zu wollen – oder zu müssen. Ein halbes Jahr später geht es voran, wenn auch langsamer als gedacht.

Im Mai 2020, da war die erste Corona-Welle gerade so weitgehend überstanden und in der Wellinghofer Heilig Geist Gemeinde war man voller Pläne: Es galt in und um die Kirche sowie im benachbarten Gemeindehaus einiges zu modernisieren.

Im Dezember 2020 fällt das Fazit von Bernd Erlenhofer, Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, gemischt aus: „Wir sind rein technisch an dem Punkt, an dem wir im Mai waren, aber organisatorisch viel weiter, haben außerdem ein weiteres Bauprojekt auf der Liste – und 3000 Euro mehr.“

Gemeindemitglieder spenden 3000 Euro

Die 3000 Euro, die haben Gemeindemitglieder gespendet. Erlenhofer: „Wir sind dankbar, dass die Menschen trotz der schweren Zeit gespendet haben, um uns zu unterstützen. Viele werden durch Corona finanzielle Einbußen haben und waren doch bereit, Geld in die Hand zu nehmen.“

Die Hälfte der Spendenzettel in der Kirche haben Besucher inzwischen mitgenommen.
Die Hälfte der Spendenzettel in der Kirche haben Besucher inzwischen mitgenommen. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Es sei ja auch nicht so, „als hätten wir damit gerechnet, dass da Zehntausende zusammenkommen“, betont Erlenhofer. Dass nun – nur durch einen Aushang in der Kirche – soviel Geld eingegangen sei, freue alle Verantwortlichen sehr. Es habe wegen Corona auch nicht viele Möglichkeiten gegeben, für die Projekte zu werben: „Das war ja alles ganz anders geplant“, so der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands.

Mehrere Maßnahmen, in der Kirche und außerhalb

Es geht um mehrere Projekte: um eine neue Rampe für einen behindertengerechten Zugang zur Kirche, um Schimmel, der hinter der Orgel weg muss, um neue Technik für Kirchenfenster und um einen neuen Standort für die Theke im Gemeindehaus. Alles in allem muss die Gemeinde an der Preinstraße einen Eigenanteil von 136.000 Euro aufbringen.

Auch wenn die Handwerker noch nicht da sind, organisatorisch läuft alles, auch die Aufträge seien inzwischen vergeben. Der Beginn des neuen Jahres 2021 soll auch der Beginn der Arbeiten sein. Der Kirchenvorstand habe die Zeit genutzt, alles zeitlich zu koordinieren.

Als erstes müssten die Handwerker an die Elektrik ran. Bevor da nicht was geschehe, gehe alles andere auch nicht. „Sonst brauchen wir gar nicht weiter machen.“ Dann werde die Heizung „aufgepeppt“, so dass sich künftig auch die Orgel in den klimatischen Bedingungen in der Kirche wohlfühlt – und den Kirchenfenstern eine Öffnungsautomatik verpasst. Dazu müssen die Fenster teilweise ausgebaut werden.

Ein paar Einschränkungen für die Besucher der Messe werde es wohl geben, sagt Erlenhofer, aber es sei derzeit nicht geplant, dass die Kirche geschlossen werden müsse.

Die Leitungen zwischen Pfarrhaus (r. ) und Garage müssen erneuert werden
Die Leitungen zwischen Pfarrhaus (r. ) und Garage müssen erneuert werden. © Britta Linnhoff © Britta Linnhoff

Kirche wird nie fertig

Nach all den Vorbereitungen auf die Arbeiten ist bei den Verantwortlichen die Erkenntnis gereift, dass „man mit so einer Kirche wohl nie fertig wird“. „Wir haben gedacht, wenn wir das fertig haben, dann liegen wir eigentlich ganz gut“, sagt Bernd Erlenhofer. Aber es kam ein bisschen anders, wie immer, wenn Handwerker im Haus sind.

Im Pfarrhaus war neulich ein Klempner, für eine Kleinigkeit – eigentlich. Bei der Untersuchung stellte sich aber heraus, dass die Leitungen, die vom Pfarrhaus zu einem Heizkörper in die Garage führen (hier gibt es eine Toilette für Kirchenbesucher). Die liegen, so berichtet es der stellvertretende Vorsitzende, „direkt unter der Grasnarbe“, mögliche Frostschäden damit inbegriffen; dann drohe die komplette Heizung im Pfarrhaus auszufallen. Also mussten sie auch hier ran.

Aber was Bauvorbereitungen betrifft, sind sie im Kirchenvorstand inzwischen ja in der Übung: Es ist alles startklar für die Maßnahmen, die recht bald im neuen Jahr vonstatten gehen sollen.

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