Eine Baustelle, die bei den weiterführenden Schulen in Aplerbeck große Begeisterung auslöst. © Jörg Bauerfeld
Schulen in Dortmund

Glasfaserkabel kommt – drei Schulen jubeln über eine Baustelle

Selten haben sich wohl Lehrer und Schulleitung eines Gymnasiums in Dortmund über eine Baustelle so gefreut, wie im Moment. Denn diese verspricht den Sprung in eine neue Online-Zeit.

Eigentlich müssten Schüler und Lehrer lachen, wenn nicht alles so traurig wäre. Da gibt es in Aplerbeck ein Gymnasium mit mehr als 1200 Schülern und die Schule verfügt nicht über WLAN – im Jahr 2020.

So musste über den Förderverein der Schule ein, sozusagen, privater Router angeschafft werden, um überhaupt in den Genuss einer Internetverbindung zu kommen.

„Wir hatten ja zum Schluss Probleme die Schüler zu erreichen, die zu Hause nicht über WLAN verfügen“, sagt Heiko Hörmeyer, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums an der Schweizer Allee. Ein Problem vor allem während der Pandemie, weil damit ein Online-Unterricht praktisch unmöglich für die betroffenen Schüler wurde.

Bis nach den Sommerferien soll alles fertig sein

„Wenn das jetzt alles so klappt, wie die Stadt Dortmund das geplant hat, also, dass wir nach den Sommerferien hier über einen vernünftigen Internetanschluss verfügen, dann können diese Schüler auch im Notfall in die Schule kommen und von hier am Online-Unterricht teilnehmen“, sagt Hörmeyer.

Der Fußweg von der Schweizer Allee zur Strickerstraße ist wegen der Verlegung des Glasfaserkabels für vier Wochen gesperrt. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Bisher sei das 100-Mbit-Netz in der Schule, wenn mehr als 10 Personen sich angemeldet hatten, zusammengebrochen. „Mit dem Glasfaseranschluss wird das dann anders sein“, sagt der stellvertretende Schulleiter.

Neben dem Gymnasium an der Schweizer Allee kommen auch die Albrecht-Dürer-Realschule und die Emscherschule in den Genuss eines Glasfaseranschlusses. Die freudige Überraschung gerade am Gymnasium war deshalb so groß, weil das Thema schon seit einigen Jahren auf den Schreibtischen der Verwaltung liegt.

Fußweg für vier Wochen gesperrt

Ob jetzt die Corona-Krise und demzufolge die unverzichtbare Nutzung des Online-Lernens ein Fingerzeig war? Wer weiß. Zumindest wird schon kräftig gebuddelt zwischen der Wittbräucker Straße, genauer gesagt der Strickerstraße, und der Schweizer Allee. Was aber zur Folge hat, dass ein wichtiger Verbindungsweg zwischen den beiden Straßen nun erst einmal gesperrt werden muss.

Für vier Wochen gibt es hier eine Vollsperrung, da die neue Glasfaserleitung in offener Bauweise genau dort verlegt wird, wo eigentlich der Gehweg ist. Geplant ist eine Sperrung bis zum 24. Juli. Ab diesem Zeitpunkt gehen die Arbeiten im Bereich der Schweizer Allee weiter, bis die Schulen an dem neuen Netz angeschlossen sind – bis kurz nach den Sommerferien 2020.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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