Das Wasserschloss Haus Rodenberg ist ein Schmuckstück im Stadtbezirk Aplerbeck. Doch der Teich wird immer wieder vermüllt. © Stephan Schütze (A)
Wasserschloss

Gräften-Reinigung am Haus Rodenberg fördert alles Mögliche zutage

Die Gräfte am Haus Rodenberg wird fast wöchentlich gereinigt. Zwei bis drei Mal im Jahr steht eine große Säuberung an. Was die Quartierskümmerer aus dem Wassergraben fischen, ist beachtlich.

Flaschen, Pizzakartons, Becher und Plastiktüten verunzieren regelmäßig die Gräfte am Haus Rodenberg und verschandeln den idyllischen Anblick. Fast wöchentlich greifen die Quartierskümmerer zu ihren Käschern und fischen Müll aus dem Wassergraben.

Bei den zwei bis drei Mal pro Jahr stattfindenden großen Reinigungsaktionen am Wasserschloss fahren sie mit dem eigens dafür angeschafften Ruderboot auf die Gräfte. Was sie bei den Gelegenheiten aus dem Wasser bergen, passt nicht mehr in einfache Müllsäcke.

Ein ganze Bootladung mit Müll zogen die Quartierskümmerer zuletzt aus dem Gewässer.
Ein ganze Bootladung mit Müll zogen die Quartierskümmerer zuletzt aus dem Gewässer. © Stadtbezirksmarketing Aplerbeck © Stadtbezirksmarketing Aplerbeck

Neben dem üblichen Alltagsmüll, der vor allem aus Plastik- und Glasflaschen sowie Essensverpackungen besteht, kommen ganze Fahrräder, Sonnenschirme und Liegestühle zum Vorschein. „Die Leute schmeißen alles in die Gräfte, was man sich vorstellen kann“, sagt Michael Rohde, Leiter des Stadtbezirksmarketings und der Bezirksverwaltungsstelle Aplerbeck. Purer Vandalismus sei das.

Absperrpfosten werden geborgen

Einmal wurden sogar massive Absperrpfosten geborgen, die irgendwo an der Straße abgetreten oder abgefahren worden sind. Mit Seil, Haken und viel Engagement befreien die städtischen Mitarbeiter den Teich von all dem Unrat.

Vor etwa einem Jahr kam sogar ein Lkw mit Baggerarm zum Einsatz, um große Steine und andere schwere Gegenstände vom Grund des 1,5 bis 3, 80 Meter tiefen Gewässers zu bergen.

Bei der letzten Säuberungsaktion füllten die Kräfte allein mit dem handlichen Müll drei 240-Liter-Säcke. Die Wasservögel und Fische leiden unter den Einwürfen. Würden sie nicht regelmäßig eingreifen, hätte das auch erhebliche Auswirkungen auf die Wasserqualität, so Michael Rohde. „Das könnte kippen.“

Enten bitte nicht füttern

Aus dem gleichen Grund weist er auch noch einmal darauf hin, dass die Enten nicht gefüttert werden dürfen. „Das ist nett für die Fütterer, aber für die Tiere und die Wasserqualität gar nicht gut.“ Zumal offenbar auch häufig die Verpackung für das Entenfutter anschließend im Wasser landete, „obwohl ringsum reichlich Mülleimer aufgestellt sind“.

Dass Vermüllung und Vandalismus in der Corona-Zeit am Haus Rodenberg zugenommen haben, wie es an anderen Orten in Dortmund zu beobachten ist, kann Michael Rohde nicht bestätigen. In Aplerbeck ist das offenbar ein leidiges Dauerphänomen.

Auf Facebook nimmt es das Stadtbezirksmarketing mit Humor: „Leider muss die Reinigung mehrmals im Jahr durchgeführt werden, da es immer noch unachtsame Menschen gibt, denen zufällig Dinge aus der Hand ins Wasser fallen…“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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