Schneiderin Christiane Möhl arbeitet mit Maske an der Maske. © Heine
FFP2-Masken

Größte FFP2-Maske in Dortmund: Arzt kreiert Corona-Einkaufstasche

Sie sind der Hingucker schlechthin: In limitierter Auflage lässt ein Arzt Taschen in Masken-Form für den täglichen Gebrauch herstellen. Die sehen nicht nur cool aus, sondern helfen auch.

Sie ist in aller Munde, die FFP2 Maske. Und sie gilt im Moment als das sicherste Mittel gegen Corona-Viren und muss beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und medizinischen Einrichtungen getragen werden – neben den einfacheren OP-Masken, die auch erlaubt sind.

Die Idee ist aus einem „Scherzfoto“ entstanden

Jetzt ist ein findiger Arzt auf die Idee gekommen, Taschen anfertigen zu lassen, die genau so aussehen, wie eine der berühmten FFP2-Masken. Ein echter Hingucker, der in Aplerbeck gefertigt wird. „Handgefertigt“, sagt Dr. Oliver Heine. Der führt zusammen mit Dr. Carsten Späth eine Praxis im Ortszentrum von Aplerbeck und ist Geschäftsführer der Dometec GmbH (Arbeitsschutz).

Ziemlich stylisch: So sieht die Tasche in der Form einer FFP2-Maske aus.
Ziemlich stylisch: So sieht die Tasche in der Form einer FFP2-Maske aus. © Heine © Heine

Irgendwann habe eine Bekannte ihm ein Scherzfoto geschickt. Mit einer Tasche in FFP2-Maskenform und der Unterschrift: „Ab Montag nur noch mit FFP2-Maske einkaufen“. Das hat bei Dr. Heine dann den verrückten Gedanken ausgelöst, solch eine Tasche einmal herstellen zu lassen.

„Ich habe keine drei Sekunden gebraucht, um das Foto an unsere Schneiderin in Aplerbeck zu schicken, die uns seit Februar 2020 mit Alltagsmasken versorgt hat“, so Oliver Heine. Denn, die Aplerbecker Praxis hatte eine Aktion ins Leben gerufen und Masken gegen Spende abgegeben. Das Geld floss in ein Kinder-Hilfsprojekt in Tansania.

Nach 12 Stunden war schon der Prototyp fertig

12 Stunden, nach dem Dr. Heine das Foto an Christiane Möhl geschickt hatte, war die erste Tasche fertig. Über Facebook, also nur in einem engeren Kreis, stellte Oliver Heine die Tasche vor. „Das kam ganz gut an. Das ist eine Qualitätstasche und nicht so ein Ding aus Asien.“

Und wie geht es jetzt weiter? „Wir machen jetzt erst einmal eine kleine, exklusive Aktion. Das Geld fließt dann an das St. Nikolaus-Haus in Kemondo in Tansania“, so Heine. 500 Taschen in Form der FFP2-Maske werden nun erst einmal in Handarbeit gefertigt und mit Nummern versehen.

Taschen sind limitiert und für einen guten Zweck

Diese werden für 100 Euro das Stück abgegeben, für den guten Zweck. „Es sind noch einige Taschen da. Wer sich beteiligen möchte, der kann mir gerne eine Mail schicken“, sagt Dr. Oliver Heine. Die Mail-Adresse: oliver.heine@dometec.de

Jetzt ist es nicht die Intention von Oliver Heine, sich über die Masken, die ja mittlerweile zum täglichen Leben dazugehören, lustig zu machen. Dass Corona kein Spaß ist, weiß er, der auch selbst in Alteneinrichtungen Impfungen durchführt, ganz genau.

„Das Leben ist im Moment ernst genug. Es ist als Gag gemeint und mehr auch nicht“, so Heine. Und die Idee könnte weitergehen. Denn die Taschen können mit jedem erdenklichen Logo gefertigt werden – alle natürlich handgefertigt.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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