Nils Berning ist neuer Bezirksbürgermeister in Hombruch. Sein Namensschild in den Reihen der Fraktionsmitglieder sammelte er nach der Wahl in der konstituierenden Sitzung am 17. November ein und nahm auf dem Stuhl des Bezirksbürgermeisters Platz. © Britta Linnhoff
Nach Bezirksbürgermeisterwahl

Grüne im Stadtbezirk sind sauer: „Wen interessiert der Wählerwille?“

Die Freude am Wahlabend konnte nicht größer sein, die Ernüchterung Wochen später auch: Die Grünen finden sich nach ihrem Erfolg bei der Kommunalwahl in der Opposition wieder und sind sauer.

Die Freude am Abend der Kommunalwahl war groß bei den Grünen: 28 Prozent der Stimmen entfielen am Ende auf die Grünen im Stadtbezirk. Mit diesem Ergebnis konnte die Partei die Zahl ihrer Sitze in der Bezirksvertretung verdoppeln – und hoffte auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der CDU.

Dass es anders kam, macht die bei der Kommunalwahl so erfolgreiche Partei ziemlich sauer. „Wen interessiert der Wählerwille?,“ fragt die Grünen-Politikerin Katja Wilken, Mitglied der Grünen-Fraktion in der Hombrucher Bezirksvertretung. Sie klagt: „Die CDU will grüne Politik ohne Grüne.“

Nils Berning ist der neue Bezirksbürgermeister

In der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung Hombruch am 17. November (Dienstag) war CDU Mann Nils Berning zum neuen Bezirksbürgermeister gewählt worden. Sein Stellvertreter wurde Volker Schultebraucks von der SPD.

Dr. Jürgen Brunsing (Grüne) erhielt lediglich die Stimmen seiner Fraktion. Damit spiegele das Ergebnis in keiner Weise das Votum der Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl wider, so die Grünen: Während sie an Stimmen gewonnen hätten, hätten CDU und SPD verloren.

Am Rande der Sitzung am 17. November sei ihrer Partei signalisiert worden, „dass man grüne Positionen durchaus mittragen werde, aber man eben den Posten des Bezirksbürgermeisters haben wollte“. Wilken: „Wie von uns vermutet, zählen Ämter immer noch mehr als Inhalte.“

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