Die Hausfassade, an der die Hakenkreuze geschmiert wurden, liegt direkt gegenüber von einem Spielplatz. © Alexandra Wachelau
Sachbeschädigung

Hakenkreuze in Clarenberg-Siedlung – Hauseigentümer improvisiert

In der Clarenberg-Wohnsiedlung sind schon seit Wochen zwei antisemitische Symbole zu sehen. Verdeckt wurden sie bisher notdürftig. Das soll sich nun ändern.

Hakenkreuze sind verfassungswidrig. Dennoch sind auf dem Grundstück der Clarenberg-Wohnsiedlung zwei dieser antisemitischen Symbole zu sehen – direkt gegenüber von einem Spielplatz, an einer Hausfassade.

Der Inhaber des Kiosks, der in dem beschmierten Haus arbeitet, ärgert sich: Die Hakenkreuze seien „wahrscheinlich schon einen Monat“ an der Hausfassade, sagt er.

Sein Vermieter wisse Bescheid, auch die Polizei war schon vor Ort. Auf Anfrage der Redaktion spricht er noch einmal mit dem Eigentümer des Hauses. Er erhält ein Versprechen: „Diese Woche soll’s entfernt werden“, sagt der Kiosk-Inhaber.

Polizeilicher Staatsschutz wurde informiert

Die Dortmunder Polizei habe, so Pressesprecherin Nina Kupferschmidt, am 24. Juni (Donnerstag) die Anzeige aufgenommen. Auch der Staatsschutz ist informiert – ein gängiger Vorgang bei antisemitischen Symbolen.

Die Hausverwaltung sei von der Polizei an dem Tag auch aufgefordert worden, die Symbole unkenntlich machen zu lassen, so Kupferschmidt.

Vorerst wurden die Symbole offensichtlich mithilfe von schwarzem Klebeband verdeckt. In diesen Tagen blätterte dieses jedoch ab, wie bei einem Besuch vor Ort zu sehen war.

Obwohl die Symbole verfassungswidrig sind, müssen die Hauseigentümer bei Vandalismus an der Fassade selber für die Kosten der Entfernung aufkommen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.