SPD-Ratsherr Bernhard Klösel (r.) und der Hörder SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Sauerländer begutachten den Zustand der Eisenbahnbrücke an der Hörder Bahnhofstraße. © Susanne Riese
Marode Eisenbahnbrücke

Hörder „Eingangstor“ sieht traurig aus – Zweifel an der Sicherheit

Eine bogenförmige Stahlbrücke könnte ein attraktives Tor zur Hörder City sein. Doch das Bauwerk ist so heruntergekommen, dass der gesamte Bereich eher als Schandfleck wahrgenommen wird.

Die alte Eisenbahnbrücke an der Hörder Bahnhofstraße ist eigentlich ein Kunstwerk und ein eindrucksvolles Zeugnis der Stahlgeschichte. Aber mittlerweile fällt die Konstruktion samt Bruchsteinbefestigung und Sockel eher durch ihren schlechten Zustand auf. SPD-Politiker machen sich zudem Sorgen um die Statik und Sicherheit des Bauwerks.

Die SPD-Fraktion hat deshalb in der Hörder Bezirksvertretung einen Antrag gestellt, die Brücke sanieren zu lassen. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt werden sollte.

Rost, Grafitti und Schmierereien verunzieren das Bauwerk.
Rost, Grafitti und Schmierereien verunzieren das gesamte Bauwerk. © Susanne Riese © Susanne Riese

„Die Brücke wird als westliches Eingangstor zum Hörder Zentrum wahrgenommen“, sagt Werner Sauerländer, zweiter stellvertretender Bezirksbürgermeister in Hörde und SPD-Fraktionssprecher. Beim Ortstermin machte er sich jetzt mit dem Ratsherrn Bernhard Klösel ein Bild von den Schäden. „Der Bereich ist in einem wenig attraktiven Zustand“, stellten die SPD-Politiker fest.

Bestandsaufnahme ist ernüchternd

Während die Hochofenstraße als Übergang zwischen Phoenix-West und Hörde-City herausgeputzt wurde, lässt das Erscheinungsbild ab dem Kreisverkehr an der Gildenstraße zu wünschen übrig.

Die Bestandsaufnahme klingt ernüchternd: Brücke, Sockel und Bahndamm sind von stacheligem Buschwerk überwuchert; Graffiti und Schmierereien überziehen Stahlkonstruktion, Mauer und Betonteile; an den Fundamenten bröckelt der Außenputz, Geländer und Zäune auf der Brücke sind verrostet.

Eine öffentliche Toilette wurde einfach zugemauert.
Die öffentliche Toilette wurde einfach zugemauert. © Susanne Riese © Susanne Riese

Der eindrucksvolle Natursteinwall auf beiden Seiten der Brücke ist nicht nur dreckig, bröckelig und verschmiert, er ist auch schlecht geflickt. Eine Toilettenanlage, die vor Jahrzehnten dort Erleichterung erlaubte, wurde einfach lieblos mit Ziegeln zugemauert, darüber ragt noch ein Stromkabel aus der Wand.

Ist die Brücke noch sicher?

Beunruhigend wirken große Steinblöcke oben auf den Ecken der Brücke, die bereits stark erodiert sind. Diese Art von Beschädigungen müsste eine Fachfirma beurteilen, meinen die Lokalpolitiker.

Die Deutsche Bahn (DB) soll nun dazu angehalten werden, die Eisenbahnbrücke möglichst zügig zu sanieren. Die SPD-Fraktion fordert die Verwaltung auf, dahingehend auf die DB einzuwirken. Auch die Dortmunder Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann hat in der Sache ihre Unterstützung zugesagt.

Die Treppen sind in einem traurigen Zustand; die Geländer sind teilweise komplett durchgerostet, die Stufen beschädigt.
Die Treppen sind in einem traurigen Zustand; die Geländer sind teilweise komplett durchgerostet, die Stufen beschädigt. © Susanne Riese © Susanne Riese

Zu klären wäre dann zunächst die Frage, in wessen Zuständigkeit die massive Natursteinmauer fällt. Hier könnten schon ein Rückschnitt der wuchernden Ranken und eine Säuberung einiges bringen.

Werner Sauerländer: „Das gesamte Bauwerk, also Brücke und Mauer, verdient eine klare Aufwertung und Wertschätzung als stilbildendes Element an einem der Eingangstore zum Hörder Zentrum.“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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