Hündin Emma hielt im Februar den Bezirk auf Trab. © Privat
Jahresrückblick

Hündin Emma, Kommunalwahl, Fliegerbombe – ein Rückblick auf Aplerbecks 2020

So viel ist sicher: 2020 wird in Geschichtsbücher eingehen. Auch in Aplerbeck sorgte das Jahr für verrückte oder bemerkenswerte Schlagzeilen – nicht nur wegen Corona. Ein Blick ins Archiv.

„Was für ein verrücktes Jahr!“ Wer diesen Spruch nicht selbst gesagt hat, konnte ihn im Alltag von 2020 aus allen Ecken hören: Hinter Masken, aus der Distanz von 1,5 Metern Mindestabstand und umgeben von Corona-Hinweisschildern.

Die Pandemie erschütterte den Alltag von jedem – berufs- und altersunabhängig. Doch abgesehen von Corona: Auch viele andere Schlagzeilen machten stutzig oder haben uns bewegt. Wir blicken auf die diesjährigen Artikel aus Aplerbeck zurück.

Emma, Drive-In-Baumarkt und eine Bombe

Sie rennt und rennt – und alle hinter ihr her: Was mit einer kleinen Meldung begann, zog im Februar große Kreise. Ganz Aplerbeck befand sich im Aufruhr, als Hündin Emma am 8. Februar auf einmal verschwand – jedoch nicht still und leise.

Suchtrupps, Flyer, Spürhunde und eine große Anteilname aus dem Netz sorgten dafür, dass der Bezirk auf Trab blieb. Das waren noch Zeiten, vor Corona! Nur gefunden wurde Emma leider immer noch nicht. Zuletzt wurde sie in Herne gesichtet.

Auch diese Schlagzeile wird den Bezirk noch im nächsten Jahr beschäftigen: An der B1 wird seit November ein Baumarkt gebaut – und zwar nicht irgendeiner: Mit einer Fläche von über 16.000 Quadratmetern wird er einer der größten seiner Art. Außerdem soll er einen Drive-In für Handwerker erhalten.

Schließen musste dagegen die Druckerei Kleff. Das hatte jedoch nichts mit dem Coronavirus zu tun, wie die ehemaligen Eigentümer betonen. Dabei ist die Einrichtung eine wahre Institution im Stadtbezirk und schon seit 123 Jahren in Dortmund ansässig.

Eine der traurigsten Nachrichten erschütterte den Bezirk im Hochsommer: Bei einem technischen Defekt brannte an der Schwerter Straße ein Haus nieder, eine Bewohnerin starb. Das Fachwerkhaus brannte komplett aus.

Die Kommunalwahl im September brachte – zumindest für Aplerbeck – keine große Veränderung. Jürgen Schädel (SPD) bleibt Bezirksbürgermeister. Doch das Rennen war knapp: Fast hätten die Grünen die SPD überholt.

Auf der B1 gab es einige Staus, als am 17. November eine Fliegerbombe entschärft wurde.
Auf der B1 gab es einige Staus, als am 17. November eine Fliegerbombe entschärft wurde. © Schaper © Schaper

An der B1 musste Mitte November eine Bombe entschärft werden. Rund 1900 Anwohner waren betroffen, Geschäfte im Dortmunder Süden mussten früher schließen. Vor allem in einer Pandemie eine Mammutaufgabe, die Stadt und Bezirk jedoch gut meisterten. Um 17.06 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben, die Entschärfung war erfolgreich.

Corona im Bezirk: Aplerbeck kommt gut weg bei den Zahlen

Und man kommt natürlich nicht drum herum: Die Corona-Pandemie hat auch in Aplerbeck ihre Spuren hinterlassen.

Die Infektions-Zahlen sind allerdings vergleichsweise niedrig, wie jüngste Inzidenz-Zahlen beweisen. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Im Dortmunder Süden leben vergleichsweise viele Senioren – und damit auch viele Menschen aus den Risikogruppen. Aplerbeck hat dennoch von allen drei Süd-Bezirken im Vergleich die „besten“ Corona-Werte.

Tim Kortüm mit einem Blech voller Klorollen. Klopapier kommt auch in Kuchen-Form im Jahr 2020 gut an.
Tim Kortüm mit einem Blech voller Klorollen. Klopapier kommt auch in Kuchen-Form im Jahr 2020 gut an. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Das Schürener Backparadies konnte indes aus der Pandemie – besser gesagt, dem Kaufverhalten in der Pandemie – einen Profit schlagen und erlangte überregionale Bekanntheit mit Klopapier-Kuchen.

Dass es keine Veranstaltungen oder größere Treffen geben konnte, verändern die Freizeitgestaltung der Aplerbecker. Viele verlagerten ihre Aufmerksamkeit auf den heimischen Garten oder Balkon.

Wer im Corona-Jahr einen Garten oder Balkon besaß, konnte bei unserer Gartenserie „Querbeet“ mitmachen. Die Serie erlaubte es uns, in die Gärten, Höfe und Grünanlagen des Stadtbezirks zu schauen. Hinter der Gartenmauer verbarg sich dabei nicht selten ein Paradies – eine der bestimmt schönsten Seiten von 2020.

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