Fotograf Dirk Leiß und Künstlerin Anette Göke zeigen ihre riesige Maske. © Birgit Mader
Kunstaktion

„Ja“ zur Maske: Kunstaktion mit Riesenmaske sagt Querdenkern den Kampf an

Die Künstlerin Anette Göke und der Fotograf Dirk Leiß haben eine Kunstaktion gegen Querdenker gestartet. Dortmunder können sich mit der Riesenmaske fotografieren lassen.

Eine Aktion zum Thema Corona, um denen eine Stimme zu geben, die sich an geltende Regeln halten und sich selbst und ihre Mitmenschen schützen wollen – das war die Idee von Anette Göke und Dirk Leiß aus dem Stadtbezirk Aplerbeck.

Die Künstlerin und der Fotograf verbinden diese Idee mit einer Spendenaktion. „Wir finden es wichtig, während der Pandemie Mund-Nasen-Masken zu tragen und zusätzlich Stellung gegen die so genannten ‚Querdenker‘ zu beziehen“, sagen die beiden.

Also kombinierten sie ihre Kunstrichtungen: Anette Göke entwarf eine Maske mit ihren seit vielen Jahren bekannten Menschenfiguren in Regenbogenfarben, die die Vielfalt und Zusammengehörigkeit der Menschen in Dortmund symbolisieren.

Dortmunder können sich mit Maske fotografieren lassen

Die Skyline der Stadt im Hintergrund unterstützt die Botschaft, dass Dortmund eine bunte und vielfältige Stadt ist. Dirk Leiß, der in der Egbertstraße in Aplerbeck ein Fotostudio betreibt, wird interessierte Menschen an verschiedenen Orten mit der Maske und verschiedenen Slogans fotografieren.

Einige hat das Team bereits formuliert, gedruckt und laminiert. „Lieber Maske als krank“, „Dortmund geradeheraus – nicht quer“, „Komm uns nicht quer“ oder „Gemeinsam für alle!“ lauten die Sätze, die auf den Blättern stehen.

Jeanette Miksch (v.l., Sparkasse Dortmund/Mitglied Lenkungsgruppe StBM Aplerbeck), Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel, Fotograf Dirk Leiß, Simone Künzel (sitzend, nähte die Maske), Anette Göke (Künstlerin/ Mitglied Lenkungsgruppe StBM Aplerbeck), Birgit Mader (freie Mitarbeiterin StBM Aplerbeck) und Sandra Eull (Sparkasse Dortmund/Mitglied Lenkungsgruppe StBM Aplerbeck) waren bei der Masken-Aktion dabei.
Jeanette Miksch (v.l., Sparkasse Dortmund/Mitglied Lenkungsgruppe StBM Aplerbeck), Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel, Fotograf Dirk Leiß, Simone Künzel (sitzend, nähte die Maske), Anette Göke (Künstlerin/ Mitglied Lenkungsgruppe StBM Aplerbeck), Birgit Mader (freie Mitarbeiterin StBM Aplerbeck) und Sandra Eull (Sparkasse Dortmund/Mitglied Lenkungsgruppe StBM Aplerbeck) waren bei der Masken-Aktion dabei. © Birgit Mader © Birgit Mader

Auch eigene Aussagen können mitgebracht werden. Die Bilder kosten in der Größe von 10 mal 15 Zentimeter fünf Euro. Beide Künstler arbeiten ehrenamtlich und spenden die Einnahmen komplett an die Stiftung Kinderglück, die ebenfalls in Aplerbeck ansässig, jedoch im gesamten Dortmunder Stadtbereich aktiv ist.

Der Clou: die Kunstmaske ist groß, richtig groß, ebenso wie ihr Anliegen: rund 2,80 Meter breit und 1,50 Meter hoch. Zwei Wochen hat Anette Göke gebraucht, um die gemeinsame Idee auf die Leinwand zu bringen. Nadel und Faden für die ungewöhnliche Maske schwang Simone Künzel.

Maske mit Abstand genäht

Beide nutzten – mit entsprechendem Abstand – hierfür einen Raum, den die VHS im Aplerbecker Wasserschloss Haus Rodenberg zur Verfügung stellte, um die Kunstmaske zu vollenden. Die Materialkosten übernahm das Aplerbecker Stadtbezirksmarketing.

Dirk Leiß ist die Aktion auch aus persönlicher Sicht wichtig. Im Hauptberuf arbeitet er als Intensivpfleger in einem Krankenhaus, wo er zunehmend auch mit Corona-infizierten Patienten zu tun hat. Er sieht dort mit eigenen Augen, wie gefährlich eine Erkrankung durch das Coronavirus sein kann.

Die Riesenmaske wird nun auf die Reise durch Dortmund gehen und zu festgelegten Terminen und Uhrzeiten auf Menschen warten, die sich für ein soziales Miteinander und das Einhalten der bekannten Regeln einsetzen möchten, „ohne eine Demonstration besuchen zu müssen“, wie es Anette Göke und Dirk Leiß ausdrücken.

Der erste Fototermin steht fest

Am Wasserschloß Haus Rodenberg geht es am 19. Dezember (Samstag) von 12 bis 15 Uhr los. Auch am Dortmunder U, am Hafenamt, dem Lanstroper Ei, am Stadion, Schloss Bodelschwingh oder der Zeche Zollern soll die Kunstmaske noch zu sehen sein und wartet mit ihren Schöpfern auf Menschen, die Position beziehen.

Eine Anmeldung für den ersten Termin ist unter kunstmaskenaktion@fn.de möglich. Interessierte erhalten eine Rückmeldung mit ihrem Zeitfenster von den Organisatoren. Auch Firmen oder Institutionen sind angesprochen und können auf Nachfrage besucht werden – mit Abstand.

Jürgen Schädel (SPD), Aplerbecker Bezirksbürgermeister, lobt Idee und Umsetzung der Kunstmaske. „Schön, dass so eine tolle Aktion von Aplerbeck aus startet! Ich hoffe auf viele Interessierte“, sagte er beim Fototermin – natürlich mit Maske.

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