Verena Winkler (Schaustellerverein), Norbert Kerstiens (Druckerei Stöcker) und Torsten Wittler an der Stelle, an der Baum hätte stehen sollen: Jetzt soll wenigstens die „Keihnachtsmarkt“-Tasse weihnachtliche Freude bringen. © Jörg Bauerfeld
Tasse zum „Nicht-Weihnachtsmarkt“

„Keihnachtsmarkt-Tasse“: Besondere Erinnerung an die Corona-Weihnacht 2020

Die Schausteller hatten den Auftrag schon herausgegeben, konnten aber gerade noch zurückziehen: Der Dortmunder Weihnachtmarkt fällt aus und damit braucht auch niemand Tassen. Oder doch?

Die Glühweintassen, die es jedes Jahr auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt (jetzt Weihnachtsstadt) gibt, sind beliebte Sammlerstücke. Seit 1990 gibt es sie. Ohne Unterbrechung. In jedem Jahr sieht sie anders aus und die Sammler freuten sich schon auf die Tasse aus dem Jahr 2020.

Doch ohne Weihnachtsmarkt, keine Tasse. Aber da hatte das miese Coronavirus, das den Weihnachtsmarkt verhindert hat, die Rechnung ohne Torsten Wittler gemacht. Das Vorstandsmitglied der Höchstener- und Wellinghofer Werbegemeinschaft, und der beruflich in der Online-Werbebranche tätig ist, wollte auch in diesem Jahr seine Tasse – also schuf er selbst eine.

Die Dortmunder „Keihnachtsmarkt-Tasse“ 2020
So sieht sie aus: die Dortmunder „Keihnachtsmarkt-Tasse“ 2020. © Wittler © Wittler

Die ist sicher so einmalig wie der wieder abgebaute Weihnachtsbaum auf dem Hansa-Platz. Und daher schmückt die traurige, sagen wir einmal Ruine, auch die diesjährige „Keihnachtsmarkt-Tasse“. Weil Torsten Wittler das Produkt seiner Idee mit anderen teilen wollte, gibt es die wohl einmalige Tasse jetzt zu kaufen.

Eine Tasse kostet 10 Euro, Erlös für guten Zweck

10 Euro kostet das Erinnerungsstück an den ausgefallenen Weihnachtsmarkt 2020. Und das Beste an der Geschichte: Der Erlös aus dem Verkauf der Tassen geht an das Dortmunder Gast-Haus, eine Obdachloseninitiative in der Dortmunder City.

„Ich war schon enttäuscht, als der Baum auf dem Hansa-Platz nicht aufgebaut wurde. Das ist schon immer ein ganz besonderes Symbol für Dortmund in der Weihnachtszeit“, sagt Torsten Wittler. Und da der bekennende Tassen-Sammler dazu noch auf seine Weihnachtsmarkttasse verzichten musste, nahm eine Idee Form an.

Halb aufgebauten Baum als Motiv genommen

„Ich habe den halb aufgebauten Baum fotografiert und die Idee mit ‚Keihnachtsmarkt‘ war geboren“, so Wittler. Es folgte eine Absprache mit dem Schaustellerverein. Verena Winkler, Vorsitzende des Schaustellervereins Rote Erde Dortmund, war von der Idee so begeistert, dass sie die Sache sofort unterstützte. Dann kam die Sache mit der Produktion. Denn, um das Motiv auf die blanken Tassen zu bekommen, braucht es eine Druckerei.

In diesem Fall die Druckerei Stöcker in Wellinghofen. Norbert Kerstiens war sofort Feuer und Flamme und jetzt werden die ganz besonderen „Keihnachtsmarkt“-Tassen in Wellinghofen an der Preinstraße hergestellt.

Noch Verkaufspartner für die Tassen gesucht

Die ersten Nachfragen deuten darauf hin, dass die „Keihnachtsmarkt“-Tasse ein riesen Erfolg wird. „Was ich jetzt noch suche, sind Partner, die das Projekt unterstützen. Also Firmen oder Geschäfte, die die Tassen für 10 Euro abnehmen und dann für die 10 Euro weiterverkaufen. Für einen guten Zweck“, so Wittler.

Dafür winkt den Firmen eine Dauerpräsenz als Projektunterstützer auf der Homepage.

Doch die Tassen gibt es auch jetzt schon bei der Druckerei Stöcker und bei Torsten Wittler zu kaufen. Reservierungen nimmt er per E-Mail entgegen über die Internetseite www.dortmunder-keihnachtsmarkt.de. Die wird spätestens ab Donnerstag (10.12.) freigeschaltet sein.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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