Am Dienstag (22.6.) ist es am Phoenix-See bei weitem nicht mehr so voll wie am Wochenende. Dabei ist jetzt die Maskenpflicht gefallen - zumindest draußen. © Alexandra Wachelau
Corona-Schutzverordnung

Maskenpflicht am Phoenix-See gefallen – die meisten Besucher sind glücklich

Am Montag (21.6.) ist in NRW die Maskenpflicht gefallen – zumindest draußen an öffentlichen Plätzen. Wie gut funktioniert das am Phoenix-See?

Der Phoenix-See ist meistens gut besucht. Im April, als sich das Wetter und die Zahlen zum ersten Mal seit dem November-Lockdown etwas gebessert haben, ist es hier zu unschönen Szenen gekommen. Sicherheitskräfte waren überfordert, Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden kaum eingehalten.

Jetzt, im Juni, sind die Zahlen wieder so gut, dass zumindest die Maskenpflicht seit Montag (21.6.) aufgehoben werden konnte. Eine Besucherin aus Aplerbeck, die hier gerne spazieren geht, findet das „prinzipiell in Ordnung“, wie sie sagt.

„Wäre es aber voller, würde ich die Maske wieder aufsetzen“, betont sie – um sich und andere zu schützen. „Generell bin ich hier lieber in der Woche und bei schlechterem Wetter. Dann ist es hier nicht so voll“, sagt sie.

Eine weitere Besucherin ist ebenfalls froh über die Aufhebung der Maskenpflicht. Die junge Mutter fand die Aufhebung der Maskenpflicht sogar schon länger überfällig: „Ich bin bei den Menschen, die ich nicht kannte, sowieso auf Abstand gegangen“, sagt sie.

Die Schilder wurden entfernt, die Bodenmarkierungen sind jedoch noch zu sehen - gültig sind sie seit Montag (21.6.) nicht mehr.
Die Schilder wurden entfernt, die Bodenmarkierungen sind jedoch noch zu sehen – gültig sind sie seit Montag (21.6.) nicht mehr. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Auch die Maßregelungen durch andere Menschen seien ihr zuletzt nur noch negativ aufgefallen. „Aber vielleicht habe ich da auch eine andere Einstellung, weil ich noch nicht in der Risikogruppe bin“, räumt die Besucherin aus Hombruch ein.

Am Wochenende wurden 500 bis 600 Verstöße verzeichnet

Cornelia Hensel dagegen ist in der Risikogruppe. Sie besucht gerne ihre Schwester, die nahe des Phoenix-Sees wohnt – doch vor ihrer zweiten Impfung hat sie den Phoenix-See gemieden, „zumindest am Wochenende“, sagt die 68-Jährige.

Für Cornelia Hensel war der See dann schlicht zu voll und das Ansteckungsrisiko zu hoch. Doch jetzt besucht sie ihn wieder gerne, auch die Aufhebung der Maskenpflicht ist in ihren Augen inzwischen gerechtfertigt. „Zumindest an der frischen Luft finde ich es gut“, sagt sie.

Cornelia Hensel geht seit ihrer zweiten Impfung wieder gerne an den Phoenix-See. Dass die Maskenpflicht im Freien nun abgeschafft wurde, findet sie prinzipiell gut.
Cornelia Hensel geht seit ihrer zweiten Impfung wieder gerne an den Phoenix-See. Dass die Maskenpflicht im Freien nun abgeschafft wurde, findet sie prinzipiell gut. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Der See-Sicherheitsdienst nimmt die Regelung mit regelrechter Erleichterung entgegen: „Die Leute sind jetzt wirklich viel freundlicher und entspannter, das merkt man schon“, so ein Mitarbeiter.

Die Ordnungskräfte schätzen, das allein am vergangenen, warmen Wochenende (19.-20.6.) rund 500 bis 600 Besucher ohne Maske unterwegs waren – „auch teilweise fünfköpfige Familien“, berichtet ein Mitarbeiter. Jetzt gibt es nicht mehr so viel zu tun – das könnte allerdings auch am Wetter liegen.

„Es hält sich kaum jemand dran“

Kritik kommt dagegen von einer Anwohnerin des Sees. Die junge Mutter befürchtet, dass die Aufhebung unter anderem zu erneut steigenden Zahlen führen wird. „Die Besucher haben sich schon vorher kaum an die Maskenpflicht gehalten, das sehen wir hier regelmäßig“, sagt sie.

In Warteschlagen gilt aktuell weiterhin Maskenpflicht. Die Anwohnerin befürchtet, dass dort nun Infektionsherde entstehen könnten, wenn sich Besucher weiterhin nicht an die Pflicht halten. „Ich hoffe, dass wir dann nicht wieder ins Homeschooling müssen“, sagt die Mutter.

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