LWL-Klinik

Neue Musiktherapeutin für LWL-Klinik: Gelernte Geigerin mit pädagogischem Ansatz

An der LWL-Klinik in Aplerbeck gibt es eine neue Musiktherapeutin. Das Angebot der Therapie richtet sich an Kinder und Jugendliche, die an einer psychischen Erkrankung leiden.
Die 24-jährige Joanne Lee ist ausgebildete Geigerin und Musiktherapeutin. © LWL/Hekel

In der Dortmunder Kinder- und Jugendpsychiatrie der LWL-Klinik in Aplerbeck gibt es eine neue Musiktherapeutin: Joanne Lee. Die 24-Jährige entwickelte während der Ausbildung zur Geigerin ein Interesse für Musiktherapie und arbeitet seit Juni in der LWL-Klinik als Musikpädagogin.

Musik sei in ihrer Arbeit, so Joanne Lee, ein „perfekter Eisbrecher“, um mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, die an einer psychischen Erkrankung leiden. „Ein gutes Beispiel sind autistische Patientinnen und Patienten. Ihnen gelingt es oft, mithilfe von Musik ihre Gefühle oder Stimmungen auszudrücken und sogar in den Kontakt mit anderen zu treten“, sagt sie.

Das geschieht in der Musiktherapie weniger mit Worten, sondern mit dem gemeinsamen Musizieren – oder einfach, indem gemeinsam Musik gelauscht wird.

Für Musiktherapie muss man kein Instrument spielen können

Dabei brauchen die Patienten kein Instrument zu beherrschen, um an einer Sitzung teilzunehmen. Vieles wird improvisiert. Doch das reicht schon oft aus, berichtet Joanne Lee: „Man kommt zur Ruhe, Ängste oder depressive Gedanken treten in den Hintergrund.“

Joanne Lee ist 2018 von Hong Kong nach Deutschland gezogen und absolvierte den Masterstudiengang zur Musiktherapie an der SRH Hochschule in Heidelberg.

Musiktherapie ist, bis auf wenige Ausnahmen, für sämtliche kinder- und jugendpsychiatrische Störungsbilder geeignet.

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