Der Phoenix-See ist mittlerweile dicht bebaut und ein beliebtes Ziel für Besucher. Parkplätze sind knapp. © Oskar Neubauer (A)
Anwohnerproteste

Neues Parkraumkonzept für den Phoenix-See weckt Unmut: „Eine Frechheit“

Der Ruf nach einem Gesamt-Parkkonzept für den Phoenix-See kam von den dortigen Anwohnern. Jetzt liegt das Konzept vor, doch es gefällt manchen ganz und gar nicht.

Ein riesen Kraftakt muss es gewesen sein, das neue Parkraumkonzept für den Phoenix-See. Es umfasst das gesamte Gebiet rund um den See und soll mit der wohl bedachten Einteilung in Anwohnerparkzonen und Parkplätze mit Bewirtschaftung den Dauerärger in Sachen Parken beenden.

Doch schon jetzt sind einige mit dem Konzept unglücklich, manche sogar wütend. Diejenigen, die keine Anwohner-Parkregelung bekommen, fühlen sich benachteiligt.

„Ich habe 4000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt, und jetzt soll ich noch dafür zahlen, dass ich vor meiner Haustür parken kann“, empört sich ein Betroffener in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Hörde am 8. Dezember (Dienstag). Er findet es eine „Frechheit“, dass Besucher für Parken bezahlen sollen und fordert eine Anliegerstraße. Alles andere bedeute eine Einschränkung der Lebensqualität.

Anwohner wollen nicht für Parken vor der Tür bezahlen

Eine Anwohnerin formuliert es etwas moderater: Sie beschreibt es als unbillige Härte, in ihrer Straße nicht frei parken zu können, schließlich sei das kein Innenstadtbereich. Da fehle die Verhältnismäßigkeit, die Interessen der Anwohner müssten mehr berücksichtigt werden. „Wir haben uns ja schließlich auch an der Erschließung beteiligt.“ Das Parkraumkonzept wäre ja nicht schlechter, wenn die Anwohner frei parken dürften.

Einige Bewohner der Phoenixseestraße haben sich zusammengetan und sich an die Hörder Bezirksvertretung gewandt. Sie plädieren dafür, statt der Parkscheinpflicht in dem Bereich die Straße in eine Anliegerstraße umzuwidmen.

So könnten die Anwohner die Parkplätze vor ihrer Tür nutzen. Der Parkdruck würde zum Parkhaus im Westen der Phoenixseestraße umgeleitet. Zudem würden Anreize für die Nutzung des ÖPNV geschaffen.

Ältere Menschen und Frauen sollten keine weiten Wege haben

„Die Parkbewirtschaftung sollte nur erfolgen, wenn es eine Ausnahme für die Anwohner gibt. Ferner sollte eine Parkregelung für Besucher der Anwohner Berücksichtigung finden – wir schlagen vor, dass für Besucher ebenfalls eine Ausnahme vorgesehen wird“, schreibt die Initiative an die BV.

Das Parkhaus liege zu weit entfernt und der Fußweg dorthin sei älteren Menschen und – „wegen der angespannten Sicherheitslage am Phoenix-See“ – Frauen nicht zuzumuten.

Die BV-Mitglieder haben beschlossen, das Parkkonzept solle noch einmal überarbeitet werden.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Seit 2001 in der Redaktion Dortmund, mit Interesse für Menschen und ihre Geschichten und einem Faible für Kultur und Wissenschaft. Hat einen Magister in Kunstgeschichte und Germanistik und lebt in Dortmund.
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Susanne Riese

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