Dieser Standort an der Gotthelfstraße wurde von der DEW21 lange favorisiert. Nun gibt es mehrere Alternativen, die aktuell geprüft werden. © Alexandra Wachelau

Neues Umspannwerk: Endgültiger Standort wird in wenigen Wochen bekannt gegeben

In wenigen Wochen will die DEW21 den endgültigen Standort für das neue Umspannwerk in Hombruch verkünden. Dabei gibt es am ursprünglichen Standort bereits eine Baustelle.

Für das neue Umspannwerk der DEW21 hat sich inzwischen eine Alternative ergeben. Das wurde bereits Mitte April von der DEW21 bekannt gegeben. Wo dieser alternative Standort liegt, ließ das Unternehmen jedoch bisher nicht verlauten.

Erst im Juni, so die DEW21, könne man die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen präsentieren. Das bekräftigte das Unternehmen zuletzt auch gegenüber der Bürgerinitiative, die sich für die Erhaltung des Landschaftsschutzgebietes einsetzt. Ursprünglich sollte das neue Werk an der Gotthelfstraße entstehen.

Baustelle an der Gotthelfstraße hat nichts mit dem Umspannwerk zu tun

„Wir befinden uns nach wie vor im Prüfverfahren und können Ihnen versichern, dass die Planungen noch nicht abgeschlossen sind“, so die Antwort des Betriebs gegenüber einer Anfrage der Bürgerinitiative.

Momentan wird nicht nur der besagte – der Öffentlichkeit aktuell noch unbekannte – neue Standpunkt geprüft, sondern auch die drei weiteren Alternativen zum Neubau an der Gotthelfstraße. Das sind das Umspannwerk in Kirchhörde, der Betriebshof der DSW21 in Brünninghausen oder die Hauptverteilerstation in Barop.

An der Gotthelfstraße werden momentan 10kV-Leitungen verlegt.
An der Gotthelfstraße werden momentan 10kV-Leitungen verlegt. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

An der gesamten Gotthelfstraße wird dabei bereits gebaut. Mit dem neuen Umspannwerk, das an dieser Stelle fest geplant war, habe das jedoch nichts zu tun, betont das Unternehmen: „Der Neubau einer Umspannanlage oder auch die Erweiterung einer bestehenden Anlage bedarf eines mehrjährigen Planungs- und Umsetzungszeitraums.“

An der Gotthelfstraße ist bereits eine große Baustelle. Diese hat jedoch nichts mit dem Umspannwerk zu tun, wie die DEW21 betont.
An der Gotthelfstraße ist bereits eine große Baustelle. Diese hat jedoch nichts mit dem Umspannwerk zu tun, wie die DEW21 betont. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Vor Ort werden dabei 10kV-Leitungen verlegt, vom bestehenden Umspannwerk am Batheyweg zum Betriebshof Brünninghausen. Die Kabel sind unter anderem für die Elektrofahrzeuge der DEW21, die „schon in diesem Jahr mehr Leistung benötigen“, so das Unternehmen. Der Bestand der hauseigenen Elektrofahrzeuge soll nämlich ausgebaut werden.

Damit ist die DEW21 nicht alleine – in ganz Deutschland steige der Bedarf an Elektrizität. Auch in der Zukunft wird es hier keine Entlastung geben. Das belegt die DEW21 gegenüber der Bürgerinitiative mit einer dena-Leitstudie sowie einer Studie des Fraunhofer-Instituts.

„Nur mit einer entsprechenden Leistungsbereitstellung modernster Energienetze können wir die gesetzten Ziele ohne Komfortverluste für die Bürger erreichen“, resümiert die DEW21.

Ein Umspannwerk wäre damit unabdingbar. Wo dies steht, wird in wenigen Wochen bekannt gegeben: „Wir werden die Ergebnisse unserer Prüfungen in den politischen Gremien vorstellen und auch allen Interessierten zugänglich machen“, so der Betrieb gegenüber der Bürgerinitiative. Das habe man auch in der Vergangenheit bereits mehrfach kommuniziert.