Der erste rote Fahrradweg im Süden ist ein gutes Zeichen für Radfahrer, doch an dieser Kreuzung sind diese 15 Meter eine Ausnahme. © Alexandra Wachelau
Wittbräucker Straße

Roter Radweg in Aplerbeck ist vielleicht bald nicht mehr der einzige im Bezirk

Der 15 Meter lange Radweg an der Wittbräucker Straße war bisher der einzige rote Radweg in Aplerbeck. Auf der anderen Straßenseite fehlt sein Gegenstück. Doch das könnte sich bald ändern.

Beim Thema Fahrradwege bessert die Stadt Dortmund schon seit Jahren nach. Vor allem bei Straßen, an denen gebaut wurde, sieht die Situation für Radfahrer im Nachhinein meistens besser aus als vorher. Auch Vorschläge aus der Bevölkerung und einige Ortspolitiker sorgen hier und da für eine positive Veränderung.

In Aplerbeck beispielsweise könnte bald eine Fahrradzone an der Schweizer Allee entstehen, so schlug es zumindest unlängst die Aplerbecker Ortspolitik vor.

Und an der Wittbräucker Straße wurde, nachdem diese und die Fuldastraße im Mai für rund zwei Wochen komplett gesperrt waren – Grund dafür war eine defekte Gasleitung –, einer der ersten roten Fahrradwege in Aplerbeck angelegt.

Vorher waren die roten Radwege vor allem der Innenstadt Dortmunds vorbehalten, in den äußeren Statteilen sah man diese jahrelang gar nicht. Nun wird nachgefärbt.

Bei der Eisenbahnbrücke führt die Markierung des Radstreifens auf den Gehweg. Durch die Leitplanke wird es hier deutlich schmaler. Wahrscheinlich weichen hier auch viele Radfahrer auf die Wittbräucker Straße aus.
Bei der Eisenbahnbrücke führt die Markierung des Radstreifens auf den Gehweg. Durch die Leitplanke wird es hier deutlich schmaler. Wahrscheinlich weichen hier auch viele Radfahrer auf die Wittbräucker Straße aus. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Auf der Eisenbahnbrücke ist die Straßenführung nicht eindeutig

Rund 15 Meter misst der rote Radweg an der Wittbräucker Straße bislang. Er führt über das nördliche Ende der Fuldastraße, die in die Wittbräucker Straße mündet. Die Wege, auf die der Radweg führt, lassen jedoch – im Gegensatz zum roten Weg – eine eindeutige Kennzeichnung vermissen.

Während auf der gegenüberliegenden Seite der Eisenbahnbrücke der geteilte Fuß- und Radweg markiert wurde, fehlt diese Information für den Radfahrer, der auf der Wittbräucker Straße in Richtung Norden fährt. Der Radweg neben der Straße ist zwar nicht nur deutlich hervorgehoben, sondern auch mit Piktogrammen versehen worden.

Doch kurz vor der Brücke führt der Radweg auf einen Bereich, der aus Gehweg und Leitplanke besteht. Fahrradfahrer müssen hier rechtlich gesehen auf die Straße ausweichen.

Auf der einen Seite ist der Radweg rot markiert - die gegenüberliegende Straßenseite ist indes bis zum Beginn der Kreuzung weiß umrandet. Danach weist lediglich ein Schild auf den geteilten Fuß- und Gehweg hin.
Auf der einen Seite ist der Radweg rot markiert – die gegenüberliegende Straßenseite ist indes bis zum Beginn der Kreuzung weiß umrandet. Danach weist lediglich ein Schild auf den geteilten Fuß- und Gehweg hin. © Alexandra Wachelau © Alexandra Wachelau

Radwege an großen Kreuzungen werden nach und nach rot markiert

Ein Blick auf die gegenüberliegende Seite zeigt: die Westseite der Eisenbahnbrücke hat keinen roten Radweg erhalten, allerdings ist hier klar gekennzeichnet, dass Geh- und Fahrradweg auf der Brücke getrennt sind.

Dennoch: Dass die 15 Meter roter Radweg überhaupt existieren, ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Hartnäckigkeit einiger Politiker in Aplerbeck zu verdanken.

Bereits Ende 2020 versprach die Stadt Dortmund, Einzelmaßnahmen wie die rote Markierung von Radwegen an großen Kreuzungen im gesamten Stadtgebiet umzusetzen. Vielleicht hat der Stadtbezirk Aplerbeck ja dann in Zukunft noch die Chance, mit roten Radwegen eine deutlichere Verkehrsführung an der Wittbräucker Straße zu bekommen.

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