Winfried Liebig, erster Vorsitzender des Vereins „Unsere Mitte Steigerturm“, präsentiert an historischer Stätte den Preis. © Jörg Bauerfeld
Heimatpreis der Stadt

Sensationelles Abstimmungsergebnis: Besonderer Preis für ein Dorfprojekt

Mehr als 60 Projekte hatten sich beworben. Es ging um den Heimatpreis der Stadt Dortmund. Letztlich ging der in den Dortmunder Süden – mit einem unglaublichen Ergebnis.

Wenn sich bei einer Endabstimmung im Internet, bei der es um drei großartige Projekte ging, eines mit knapp 55 Prozent der User-Stimmen durchsetzen konnte, nennt man das wohl einen Kantersieg. Der Sieger des Dortmunder Heimatpreises

heißt „Unsere Mitte Steigerturm e.V.“ mit dem Projekt „Unser l(i)ebenswertes Berghofen“.

Die Jury, die eine Vorentscheidung getroffen hatte und drei Bewerber in das Finale schickte, war selbst überrascht über die Klarheit der Abstimmung im Internet. Mehr als 800 Stimmen gingen nach Berghofen. Ein Zeichen, dass die Bürger aus dem Dortmunder Süden hinter den Ideen stehen. Vergeben wurden die Preise in der Sparkassenakademie am Phoenix-See.

Erst am Tage der Feier wurde der Sieger bekannt gegeben

Und erst während der Veranstaltung wurde klar, dass die Berghofer den Vogel abgeschossen hatten. „Ich hatte ein paar Stichpunkte auf einem Zettel vorbereitet, war aber am Ende so überrascht von dem Erfolg, dass mir richtig die Hände zitterten“, sagt Winfried Liebig, erster Vorsitzender des Vereins „Unsere Mitte Steigerturm“. Für den Verein ist dieser Preis ein Rückenwind zur richtigen Zeit.

Eine Visualisierung des geplanten Umbaus: Der Anbau (durchgestrichen) kann im ersten Bauabschnitt wegen der explodierenden Baukosten nicht gebaut werden.
Eine Visualisierung des geplanten Umbaus: Der Anbau (durchgestrichen) kann im ersten Bauabschnitt wegen der explodierenden Baukosten nicht gebaut werden. © Steigerturm © Steigerturm

Denn eigentlich sollte das Großprojekt, der Umbau des historischen Steigerturms, schon im August dieses Jahres starten. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung der Verantwortlichen, die Baupreise explodierten. Die Verantwortlichen waren gezwungen, das Projekt in einigen Bereichen neu zu überplanen.

2023 soll der Steigerturm dann endlich umgebaut sein

„Wir haben erst einmal ein paar Änderungen vorgenommen, die in einer zweiten Ausbaustufe dann verwirklicht werden“, erklärt Winfried Liebig. Beispielsweise soll der geplante Anbau noch nicht im ersten Bauabschnitt realisiert werden. In einigen Wochen sollen die Gewerke ausgeschrieben werden, 2022 wird dann mit dem Umbau begonnen. Im ersten Quartal 2023 soll der umgebaute Steigerturm schließlich für die Bürger und Bürgerinnen zur Verfügung stehen.

„Durch diesen Preis sind wir jetzt endgültig auch in der ganzen Stadt Dortmund angekommen“, sagt Winfried Liebig. Er hofft, dass es für die Firmen, die am Umbau beteiligt sind, ein Ansporn sein wird, den Verein ein wenig zu unterstützen. Bei der Umsetzung eines historischen Projektes, dessen Baukosten allein durch den unermüdlichen Einsatz von ehrenamtlichen Helfern und den Berghofer Bürgern gestemmt worden sind.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
Zur Autorenseite
Jörg Bauerfeld

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.