Mit der Schließung des SB-Centers der Sparkasse steht plötzlich ein ganzer Dortmunder Ortsteil ohne Geldautomat da. © Jörg Bauerfeld
Geldinstitute in Dortmund

Sparkasse gibt SB-Terminals auf: Ein ganzer Ortsteil ohne Geldautomat

Mit der feststehenden Schließung des SB-Terminals an der Schwerter Straße steht ein gesamter Ortsteil demnächst ohne Geld- und Einzahlungsautomat da. Jetzt versucht die Politik eine Lösung zu finden.

Die kleine Sparkassen-Filiale an der Schwerter Straße hatte schon seit Jahren den Kundenservice eingestellt. Lediglich Automaten standen noch in dem ehemaligen Vorraum der Sparkassen-Filiale. Da, wo einmal Schalterbetrieb herrschte, waren schon lange andere Dienstleistungsbetriebe eingezogen.

Geld- und Einzahlungsautomaten verschwinden

Jetzt wird auch der Rest der einstigen Sparkassen-Filiale verschwinden. Zum 31. Juli 2021 schließt der Service-Point mit den Geld- und Einzahlungsautomaten. Und plötzlich steht ein Ortsteil ohne Geldautomat da. Aufgrund der Zunahme des Online-Bankings und der Corona-Krise schloss die Sparkasse Dortmund 2020 schon 14 ihrer Filialen und stellte an diesen Standorten auf SB-Terminals um.

Jetzt schließt plötzlich im Dortmunder Süden auch einer von ihnen. Aber, was ist der Grund? Die Antwort der Sparkasse auf eine Anfrage der Redaktion ist ziemlich lapidar. „Der Mietvertrag wurde nicht verlängert, deshalb geben wir den Standort auf. Es handelt sich um einen Einzelfall. Viele Kunden wurden bereits mündlich darüber informiert“, so die Information der Unternehmenskommunikation der

Sparkasse Dortmund.

Aushang in der Sparkassenfiliale in der Aplerbecker Mark. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Auch ein großes Plakat in der ehemaligen Sparkassen-Filiale in der Aplerbecker Mark weist auf die Schließung zum 31. Juli hin. Mit dem Hinweis, dass man in der Nähe bleibe und dass die Wege zur Sparkasse kurz blieben. Für Aplerbecks Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel nicht kurz genug.

„Da muss sich die Sparkasse im Sinne des Kundenservice eine Lösung einfallen lassen“, sagt Schädel. Es sei dringend erforderlich, dass das Geldinstitut in der Aplerbecker Mark weiter zumindest einen Geldautomaten betreibe. „Eine Möglichkeit wäre vielleicht der Rewe an der Schwerter Straße.“

Die Sparkasse verweist auf die beiden Standorte in Berghofen mit einem SB-Terminal und Aplerbeck mit einer klassischen Filiale. Für ältere Menschen sei der Weg zu den nächsten Filialen oder Service-Punkten einfach zu weit, sagt Schädel.

Beide Standorte mit dem Bus zu erreichen

Die Entfernung nach Berghofen beträgt drei Kilometer, ist aber erreichbar mit der Buslinie 438. Bis nach Aplerbeck sind es zwei Kilometer (Buslinie 413/439). Die Aplerbecker Politik wolle auf jeden Fall weiter für einen Standort in der Aplerbecker Mark kämpfen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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