Nur noch Trümmer blieben von der großen Schaufensterscheibe. Auch die Deko kam nicht ungeschoren davon. © privat
Unfall im Lockdown

Spektakulärer Unfall im Dortmunder Süden: Auto kracht ins Schaufenster

Schreck in der Morgenstunde für die Inhaberinnen des Einrichtungshauses Corner 378: Denn ein älteres Ehepaar hatte das Wort „Einrichten“ wohl falsch verstanden – mit teuren Folgen.

Erst der Lockdown und jetzt so etwas. Carolin Gerber kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Denn am Mittwoch (16.12.) gegen 9.30 Uhr gab es in dem Geschäft, das sie zusammen mit Nicole Ritter führt, ein größeres Malheur.

Das Einrichtungshaus Corner 378 an der Hagener Straße 245 in Kirchhörde wurde kurzfristig umdekoriert – durch einen Pkw, der in das große Schaufenster gefahren ist.

Das große Fenster brach in Tausend Teile, der Rahmen war völlig verzogen und das eine oder andere Dekorationsobjekt musste auch dran glauben. Was war passiert? Ein älteres Ehepaar hatte sein Fahrzeug auf den Parkplätzen des Einrichtungshauses geparkt. „Die beiden sind dann wohl in die Reinigung nebenan gegangen“, sagt Carolin Gerber.

Der Parkplatz ist abgesperrt, das zerstörte Schaufenster mit großen Platten zugenagelt.
Der Parkplatz ist abgesperrt, das zerstörte Schaufenster mit großen Platten zugenagelt. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Bis dahin verlief der Vormittag noch normal, bis zur Abfahrt des Fahrzeugs. Das fuhr nämlich nicht in Richtung Hagener Straße, sondern krachte in das Schaufenster des Einrichtungshauses.

Was aber aus dem Stand gar nicht so einfach ist. Denn um in das Schaufenster zu gelangen, müssen erst noch ein Bordstein und eine Blumenrabatte überwunden werden.

Eigentlich sollte dort eine Ausstellungsfläche entstehen

„Da hat jemand bestimmt zweimal richtig Gas gegeben“, vermutet Carolin Gerber. Der Unfall kam für die beiden Geschäftsinhaberinnen zur Unzeit. Denn mit dem neuerlichen Lockdown sollte an dem großen Schaufenster von Corner 378 eine Art „Ausstellungsfläche“ aufgebaut werden. „Wir wollten das Fenster mit Sachen dekorieren, die sich die Leute anschauen und dann gegebenenfalls auch bestellen können“, sagt Carolin Gerber.

Mit dicken Platten wurde das zerstörte Fenster zugenagelt.
Mit dicken Platten wurde das zerstörte Fenster zugenagelt. © privat © privat

Das fällt jetzt erst einmal flach, also das mit dem Anschauen. Denn das große Schaufenster rechts neben der Eingangstür ist nun erst einmal fachmännisch „verbrettert“.

Und bis die neue Scheibe kommt, wird es wohl noch ein wenig dauern. „Wir hoffen jetzt, dass die Leute nicht denken, wir würden das Geschäft aufgeben, nur weil ein Schaufenster mit Brettern zugemacht wurde“, sagt Carolin Gerber.

Schild soll darauf hinweisen, dass es weitergeht

Damit das auch alle Kunden und Bürger in Kirchhörde wissen, lassen die beiden Geschäftsfrauen noch ein extra Schild anfertigen: „Kein Lockdown, kein Auto im Schaufenster, nichts hält uns auf – wir machen weiter“, wird darauf zu lesen sein.

Im Übrigen kann man im Corner 378 während des Lockdowns auch ohne neue Ausstellungsfläche weiter einkaufen und wird per Telefon beraten. Von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr ist das telefonisch unter der Rufnummer (0231) 18 84 66 90 möglich.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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