Die Betreiber des Restaurants „Das Hoesch“ haben das Gespräch mit der Stadt Dortmund gesucht und eine Lösung gefunden. © Jörg Bauerfeld
Gastronomie in Dortmund

Überraschende Wende beim Wohnmobil-Dinner: Stadt findet eine Lösung

Am 28. Januar war bei einem Restaurant Schluss mit dem kreativen Gastro-Angebot. Das Ordnungsamt der Stadt Dortmund untersagte dem „Hoesch“ auf Phoenix-West das Wohnmobil-Dinner – zunächst.

Das Wohnmobil-Dinner liegt in ganz Deutschland im Trend. Caravan-Besitzer nehmen ihr eigenes Fahrzeug, fahren zu einem Restaurant und lassen sich die Speisen zum Wohnmobil bringen. Diese Variante des „Restaurantbesuchs“ kann Corona-konform durchgeführt werden.

Eine gute Alternative zum normalen Restaurantbesuch, der wegen der Corona-Pandemie derzeit verboten ist – das sagte man sich auch beim Restaurant „Das Hoesch“. Doch die Stadt Dortmund untersagte das kreative Gastro-Angebot nach wenigen Tagen.

Dabei bezog sich die Stadt auf die Corona-Schutzverordnung. Bei Ben Blume und Thorben Zitt, den Betreibern des Restaurants „Das Hoesch“, kam das überhaupt nicht gut an. Auch in den öffentlichen Netzwerken schlugen die Wellen der Empörung hoch. Die Stadt torpediere kreative Ideen von Gastronomen, die es in dieser Zeit der Pandemie ohnehin schon schwer hätten, war da unter anderem zu lesen.

Betreiber steckten nicht den Kopf in den Sand

Für Ben Blume und Thorben Zitt aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil: Sie suchten das Gespräch. Zunächst mit einem Juristen und dann mit der Stadt Dortmund selbst. Vermittler in dieser Sache war Michael Depenbrock, Bezirksbürgermeister von Hörde, der die Unternehmer mit aller Macht unterstützte.

Das Wohnmobil-Dinner auf Phoenix West war von der Stadt Dortmund verboten worden.
Das Wohnmobil-Dinner auf Phoenix-West war von der Stadt Dortmund verboten worden. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Über Michael Depenbrock kam letztlich auch der direkte Kontakt zur Stadt Dortmund zustande. Und es wurden, so Ben Blume, zielführende Gespräche geführt. „Nach den zunächst niederschmetternden Nachrichten, hat anschließend über Herrn Depenbrock und eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes der Stadt Dortmund ein sehr gutes Gespräch stattgefunden“, sagt Ben Blume.

Eine Lösung im Rahmen der Corona-Schutzverordnung

Und das Ergebnis? „Wir dürfen weitermachen“, sagt Ben Blume. Allerdings soll das Gastro-Format nicht mehr „Wohnmobil-Dinner“ heißen. Das Konzept bleibt indes im Grunde das gleiche. „Wir haben gemeinsam mit der Stadt Dortmund eine Lösung gefunden, wie wir unsere Lieferart im Rahmen der Corona-Schutzverordnung weiterführen können“, sagt Ben Blume.

Also, auf gut Deutsch heißt das: Die Gäste dürfen weiterhin mit dem Wohnmobil zum Hoesch fahren. Sich dort in angemessenem Abstand beliefern lassen und die Speisen dann auch an Ort und Stelle genießen. Die genauen Regeln des angepassten Ablaufs erhalten Gäste, die beim Hoesch speisen, direkt vom Restaurant-Team.

Aber warum dann die ganze Aufregung und das Verbot? Darauf wollte Ben Blume nicht weiter eingehen. „Wir wollen für unsere Gäste da sein und unsere Gäste am Wohnmobil weiter beliefern.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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Jörg Bauerfeld

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