Das Trafohaus am Batheyweg ist eine Alternative: Die DEW prüft, ob hier eine Erweiterung möglich ist. © Britta Linnhoff
Prüfung läuft

Umspannwerk in Hombruch: Neue Alternative sorgt nicht für Entspannung

Es ist eine echte Überraschung: DEW21 prüft eine neue, fünfte Variante für den Bau eines neues Umspannwerks. Im Topf waren bisher vier – darunter ein umstrittener Favorit. Und jetzt?

Damit war nicht zu rechnen: Nach langen Diskussionen über vier mögliche Standorte für ein neues Umspannwerk hat DEW21 nun ankündigt, eine fünfte Variante zu überprüfen. Von DEW21 gibt es auf Nachfrage keinerlei Hinweise, wohin die Reise dabei gehen könnte.

Unternehmenssprecherin Jana Larissa Marx verspricht zwar eine „absolut transparente Bewertung“, die man voraussichtlich erst im Juni werde vorstellen können. Wasserstandsmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt machten keinen Sinn.

Bisheriger Favorit ist umstritten

In der Sitzung der Bezirksvertretung im März hatten Vertreter von DEW21 die Hombrucher Bezirksvertreter ausführlich informiert. Dabei war auch deutlich geworden, dass die umstrittene Standortoption Gotthelfstraße wohl diejenige ist, bei der es für die Verantwortlichen die besten Voraussetzungen gibt.

Bei allen drei anderen Alternativen (Ausbau des vorhandenen Umspannwerks am Batheyweg, ein Neubau am Betriebshof von DSW21 in Brünninghausen oder eine Erweiterung der Hauptverteilerstation in Barop) gab es Zweifel.

Wilhelm Wiegand, in der Bürgerinitiative aktiv, die gegen ein Umspannwerk an der Gotthelfstraße kämpft, hat die DEW-Ankündigung nicht die Sorge nehmen können. Er findet deutliche Worte: Er halte, so sagt er, das ganze für eine Finte. Nach dem Motto: Wir haben doch alles versucht. Die Bürgerinitiative werde nun die Bundestagskandidaten um eine Einschätzung der Lage bitten. Außerdem habe man einen Rechtsanwalt aufgesucht. Die Fläche an der Gotthelfstraße sei nun mal Landschaftsschutzgebiet. Und für ein solches würden nun mal bestimmte Regeln gelten.

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Britta Linnhoff

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