Mehr ein dunkles Loch, als ein angenehmer Fuß- und Radweg: Eine der zahlreichen unbeleuchteten Unterführungen im Dortmunder Süden sorgt für schlotternde Knie. © Jörg Bauerfeld
Angsträume

Unheimliche Unterführungen: Zustand der Fußgängertunnel ist katastrophal

Dunkel, eng und feucht: So präsentiert sich eine Vielzahl von Unterführungen auf Dortmunder Stadtgebiet. Auch im Dortmunder Süden gibt es einige dieser düsteren Tunnel.

Nein, schon bei Tageslicht ist es alles andere als angenehm, einige der Unterführungen im Stadtbezirk Hombruch zu nutzen. Dabei sind diese doch dafür da, eine gefahrlose Unterquerung von zumeist stark befahrenen Straßen oder auch Bahnlinien zu ermöglichen.

Also eine gute Sache für Bürger, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind – sollte man meinen. Blöd ist nur, dass die Pflege dieser Wegabschnitte völlig vernachlässigt wird – inklusive der Beleuchtung. Ein gutes Beispiel ist die Unterführung unter der Zillestraße in Höhe der Galoppstraße.

Wichtige Verbindung hin zum Rombergpark

Ein dunkles Loch, das einen Rad- und Fußweg beherbergt. Von Süden aus in Richtung Zoo und Rombergpark und teilweise auch als Schulweg genutzt, braucht es gar nicht dunkel zu sein, um sich hier unwohl zu fühlen.

Schon 2018 hat die Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung Hombruch die unzureichende Beleuchtung an einigen der Unterführungen im Stadtbezirk angeprangert. Dabei ging es um die Verkehrssicherheit und die Beseitigung sogenannter Angsträume.

Die Reste der ehemaligen Beleuchtung sind noch unter der Tunnel-Decke zu sehen.
Die Reste der ehemaligen Beleuchtung sind noch unter der Tunnel-Decke zu sehen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Einer davon ist eben dieser Tunnel im Bereich des Reitervereins Dortmund Süd. Das Problem bei diesen Bauwerken: Es muss zunächst die Zuständigkeit festgestellt werden. Bei der Unterführung unter der Zillestraße ist es das Land NRW.

Aber was nun? Ein Blick in das dunkle Loch zeigt, dass in grauer Vorzeit einmal eine Beleuchtung angebracht wurde. Vier völlig verrostetet Schutzkörbe unter der Decke, die einmal Leuchtmittel enthalten haben müssen, zeugen davon. Gewartet oder ausgebessert wurde hier schon lange nichts mehr.

Teilweise werden die Unterführungen jetzt überprüft

Zumindest die Stadt Dortmund scheint noch Hoffnung auf Besserung zu haben. „Die Zuständigkeit für die Beleuchtung liegt beim Tiefbauamt bzw. unseren Vertragspartnern. Hier sind die Vertragsbedingungen durch uns zu prüfen. Aktuell muss die Montagemöglichkeit, Sensorsteuerung und die Möglichkeit zur Verbesserung der Lichtverhältnisse geprüft werden“, so ist es in einem Schreiben des Dortmunder Tiefbauamtes nachzulesen.

Eine Chance, für Verbesserung zu sorgen besteht aber nur, wenn das Ergebnis der Prüfung positiv ausfällt – und die Bezirksvertretung in Hombruch die Kosten für eine neue Beleuchtung trägt.

Eine weitere Unterführung an der Straße „Am Segen“

Ein weiteres Sorgenkind ist die Unterführung an der Straße Am Segen. Hier führt der Weg unter einer DB-Bahntrasse hindurch. Verantwortlich für den Tunnel ist daher auch die Deutsche Bahn. Ob es hier einmal wieder zu einer „Erleuchtung“ kommt, ist fraglich.

Gespräche zwischen der Stadt Dortmund und der Deutschen Bahn sind zumindest aufgenommen worden.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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