Viele Eltern sind unglücklich über die weiterhin vollen Busse und Bahnen. Die DSW21 betont dagegen: Es gibt viele zusätzliche Linien – auch wenn einige wegfallen. Dieses Bild entstand im August 2020 in der S2. © privat (Symbolbild)
DSW21

Volle Busse in Dortmund trotz zusätzlicher Linien

Welche Lösungen bietet die DSW21 an, um die vollen Busse in Hombruch zu entlasten? Die Herausforderung ist groß. Ein Überblick.

Von Nord nach Süd – oder umgekehrt – fahren die U- und Straßenbahnen der DSW21. In der Ost-West-Achse stehen Pendlern aus Hombruch dagegen vor allem Busse zur Verfügung. Morgens und Mittags sind diese überfüllt – darauf weisen Eltern und Pendler aus dem Stadtteil hin.

Zwei Linien wurden gestrichen

Die DSW21 hat in Hombruch zwei Linien gestrichen: Die Linie 448E beginnt am Baroper Parkhaus, fährt am Froschloch vorbei und endet an den Westfalenhallen. Normalerweise. Denn die Linie wird nun durch einen „Rundkurs“ der Linie 448 ersetzt. Diese fährt zwischen 6.30 Uhr und 9 Uhr über Großholthausen. Von der Haltestelle Kruckel S gibt es dadurch drei Verbindungen, die zum Max-Planck-Gymnasium führen.

Auch mittags wurde ein E-Wagen gestrichen. Allerdings sei auch hier der Takt zwischen 12 Uhr und 15.30 Uhr verstärkt worden, informiert die DSW21. Als Alternative zum Bus können Schüler in Hombruch auch die S5 und die RB59 nehmen. Das Unternehmen verweist auf die Fahrplanauskunft im Internet oder in der App. Laut einer WDR-Recherche nutzen viele Städte in NRW diese zusätzlichen Busse jedoch nicht.

DSW21 setzt auf Eigenverantwortung

Die Linien 440 und 450, die in Hombruch einen Großteil der Schüler transportieren, fahren laut der DSW21 momentan im 10-Minuten-Takt. Auch diese sind häufig überfüllt. Allerdings: „Kein Verkehrsunternehmen kann den Fahrgastfluss und die Fahrzeugfrequentierung der einzelnen 365.000 täglichen Fahrten reglementieren“, so das Unternehmen.

Stattdessen verweist die DSW21 auf die Eigenverantwortung der Fahrgäste – wenn nötig, auch mit Hinweisen unter den Fahrgästen. „Verkehrsunternehmen haben keinen Erziehungsauftrag“, so die DSW21. Einen Mindestabstand gibt es in Bus und Bahn nicht – ebenso, wie das Fahrgastaufkommen und -verhalten an den einzelnen Haltestellen nicht von dem Unternehmen kontrolliert werden könne.

„DSW21 hat sich umfassend auf den Schulbeginn vorbereitet und das Angebot verdoppelt, damit Schülerinnen und Schüler in den Bussen und Bahnen so viel Raum wie möglich zur Verfügung steht“, sagt Marc Wiegand von der DSW21. Mitarbeiter des Unternehmens seien vor Ort für die Sicherheit zuständig.

Das Projekt „Jugendliche Fahrzeugbegleiter“, in dem Oberstufenschüler als Konfliktlöser in Bus und Bahn ausgebildet werden, sei nicht in die Corona-Situation eingebunden. „Es ist nicht die Zielsetzung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit, die Einhaltung von Maskenpflicht und Abstandsregelungen zu überprüfen“, so Wiegand. Auch seien die Vorbereitungskurse für diese Schüler, die von Polizei und DSW21 angeboten werden, in diesem Jahr beeinträchtigt gewesen: Sie fielen in den Lockdown-Zeitraum. Nach den Herbstferien sollen diese Kurse nachgeholt werden.

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