Die B236 teilt das Foto in zwei Hälften. Westlich der Bundesstraße soll gebaut werden. Unter anderem auch eine neue Schule. © Oskar Neubauer
Sozial geförderter Wohnungsbau

Von Notunterkunft zum Mehrfamilienhaus: Freies Grundstück soll endlich genutzt werden

Unbebaute Fläche weckt Begehrlichkeiten – vor allem im Dortmunder Süden. In direkter Nachbarschaft zum Phoenix-See ist jetzt wieder ein Grundstück ins Visier genommen worden.

Holperig ist gar kein Ausdruck für den Zustand der Unteren Pekingstraße. Die führt in westlicher Richtung bis vor die Lärmschutzwand der B236. Nur einige Meter weiter liegt schon das größte Dortmunder Vorzeigeprojekt: der Phoenix-See.

Der spielt diesmal nur eine untergeordnete Rolle, denn es geht um die Grundstücke östlich der Bundesstraße. Die großen Freiflächen zwischen der B236 und der Gerhard-Hauptmann-Grundschule. Einiges ist in den letzten Jahren hier schon geplant worden. Fest steht bisher nur, dass es einen Schulneubau geben wird – dazu eine Kindertagesstätte und eine Turnhalle.

Das aktuelle Schulgebäude: Rechts im Bild sind die Gärten, auf denen das neue Gebäude errichtet werden soll.
Das aktuelle Schulgebäude: Rechts im Bild sind die Gärten, auf denen das neue Gebäude errichtet werden soll. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Wann hier Baubeginn ist, steht bislang nicht fest. Noch sind hier Grabeland-Gärten angelegt und es sieht auch nicht so aus, als ob sich hier bald etwas tun wird. Es läuft gerade erst eine Bedarfsprüfung vonseiten der Stadt Dortmund.

Aber zwischen Grundschule und B236 ist noch jede Menge Platz für weitere Pläne. Schon 2016 sollte ein Teil der Grundstücke bebaut werden. Notunterkünfte für Flüchtlinge sollten hier entstehen – umgesetzt wurde der Plan nicht.

Ein neuer Vorstoß durch die Politik

Jetzt gab es einen neuen Vorstoß durch die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Aplerbeck. „Im Bereich der Unteren Pekingstraße soll ergänzend zum Neubau der Gerhard-Hauptmann-Grundschule mit zugehöriger Turnhalle und einer Kindertageseinrichtung auch Wohnungsbau realisiert werden. Der Bedarf für einen solchen Wohnraum im Stadtbezirk ist nach wie vor relativ hoch“, heißt es in dem Antrag, der von allen Mitglieder der BV abgenickt wurde.

Die Forderung geht in Richtung sozial geförderter Wohnungsbau, der im Stadtbezirk Aplerbeck rar sei. Und daher solle zeitnah den Aufstellungsprozess

eines Bebauungsplanes für die Untere Pekingstraße gestartet werden. Die Bebauung würde eine Lücke in Richtung B236 schließen.

Bebauung an der Schwerter Straße abgelehnt

Anders sieht es im Fall der Baupläne an der Schwerter Straße aus: Hier möchte die Stadt Dortmund eine Hinterlandbebauung realisieren. Das Vorhaben wird aber weder von den Anwohnern noch von der Aplerbecker Kommunalpolitik befürwortet.

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Redaktion Dortmund
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