Für die Gestaltung des hellen Raumes haben die Kinder vieles selbst gebastelt. © Schulze-Buxloh
Schulen in Dortmund

Wachstumsschub an Lichtendorfer Grundschule stellt OGS vor neue Herausforderungen

Drei Eingangsklassen besuchen seit diesem Jahr die zwei Standorte der Lichtendorfer Grundschule im Süden der Stadt. Vor allem am Standort in Sölderholz muss deshalb einiges getan werden.

Die Lichtendorfer Grundschule hat erstmalig nach mehr als zehn Jahren wieder drei erste Klassen. Das stellt die Offene Ganztagsschule (OGS) vor neue Herausforderungen. Auch, weil die sogenannte verlässliche Kurzzeitbetreuung seit diesem Schuljahr in Händen desselben Trägers liegt wie die OGS.

Seit März läuft die Planung für einen zweiten Standort der OGS an der Bodieckstraße. Bereits jetzt betreuen 17 Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule und der sogenannten verlässlichen Kurzzeitbetreuung 130 Kinder: 95 Kinder in Lichtendorf, 35 in Sölderholz.

Zweiter Schulstandort an der Bodieckstraße in Sölderholz

Da das Schulgebäude an der Schulstraße über genügend Räumlichkeiten verfügt, war die Organisation dort noch leicht realisierbar. Zwei Klassen statt einer lärmen in „Lido“ seit August die Treppen zu ihren Klassenräumen hinauf und genießen in den Pausen den riesigen Schulhof an der Schulstraße.

Das Klettergerüst ist ein begehrter Spielort auf dem großen Schulhof in Lichtendorf. © Schulze-Buxloh © Schulze-Buxloh

In der Bodieckstraße in Sölderholz, dem zweiten Standort der Schule, muss hingegen noch einiges organisiert werden. Doch ab dem Schuljahr 2022/23 können auch die Sölderholzer Kinder wohnortnah die OGS besuchen. „Die Möbel sind bestellt“, sagt Heike im Schlaa. Die Sozialpädagogin leitet die OGS seit zehn Jahren.

Auch neu ist, dass die Jugendhilfe St. Elisabeth seit dem vergangenen Schuljahr die Betreuung verantwortet. Der Förderverein der Schule war an den Träger herangetreten, da er die Verantwortung abgeben wollte. Die Mitarbeiter der Betreuung seien größtenteils übernommen worden. Alle sind in verschiedenen Arbeitszeitmodellen bei der Jugendhilfe angestellt. Darunter sind zwei Auszubildende der Internalen Hochschule im Dualen System.

Draußen viel, drinnen weniger Platz

Das große Pfund am kleineren Standort in der Bodieckstraße ist das Außengelände. Ein Schulgarten, der angrenzende Wald und ein Bienenvolk ermöglichen den Grundschulkindern ein naturnahes Draußen.

Drinnen rücken die Kleinen etwas näher zusammen als am Standort Lichtendorf. Ein Multifunktional-, ein Computerraum und das Leseland machen die OGS in Sölderholz aber möglich. 40 Kinder können ab 2022/23 dort in die OGS gehen.

Rita Kramer (l.) von der St. Elisabeth Jugendhilfe und OGS-Leiterin Heike im Schlaa freuen sich über die wachsende Schülerzahl in Lichtendorf und Sölderholz. © Schulze-Buxloh © Schulze-Buxloh

„Ich freue mich darüber, dass wir auf den Bedarf reagieren und den Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag erfüllen können“, sagt Heike im Schlaa und zitiert das Motto der Schule: „Wir möchten den Kindern starke Wurzeln geben, damit sie wachsen können.“ Schon ihre Kinder lernten an der Lichentendorfer Grundschule. Zu der Zeit hatte sie bereits für die Betreuung gearbeitet.

„Keine Auswirkungen auf den Stundenplan“

Ist der Wachstumsschub der Schule für die Nachmittagsbetreuung eine Herausforderung, ist der Aufwand aufgrund der Dreizügigkeit ansonsten überschaubar. Denn die Lichtendorfer Grundschule hat genug Raum für eine Dreizügigkeit, also drei Klassen pro Jahrgang.

Großzügig Platz hat das Schulgebäude an der Schulstraße seit einer Erweiterung anno 1964. „In den drei Eingangsklassen befinden sich zurzeit 20, 20 und 21 Kinder“, sagt Schulamtsdirektorin Anja Kästner.

Mehr Lehrkräfte gibt es an der Schule nicht, aber eine neue Lehrkraft gibt es: „Die Einstellung einer neuen Lehrkraft erfolgte im Sinne einer Nachbesetzung“, sagt Kästner. „Die Dreizügigkeit der ersten Klassen hat keine Auswirkungen auf den Stundenplan aller Klassen. Die Schüler haben unabhängig von der Zügigkeit in den Jahrgängen einen Stundenplan gemäß den Vorgaben.“

„Das Einzugsgebiet der Lichtendorfer Grundschule hat sich nach den Erfahrungen des Schulträgers nicht geändert“, sagt Fachbereichsleiter Gernot Willeke. „Die Schulentwicklungsplanung weist für das gesamte Stadtgebiet eine steigende Schülerzahl aus. In Aplerbeck fällt diese jedoch vergleichsweise moderat aus. Die Steigerung rechtfertigt bisher keine Zügigkeitserweiterung an der Lichtendorfer Grundschule.“

Denn: Ein Mehr an Eingangsklassen bedeutet für die Zukunft nicht gleichzeitig die generelle Erhöhung der Klassenzahl in allen Jahrgängen.

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