Anna Meltzer mit Waldi – ein Foto aus gemeinsamen Tagen. © privat
Familie sucht weiter

Waldi noch immer verschwunden – Trittbrettfahrer forderte Geld für gestohlenen Hund

Waldi ist weg – noch immer. Der Hund aus Hörde wurde vermutlich gestohlen. Jede Suche blieb bisher erfolglos. Und es kam noch schlimmer: Es gab es eine Geldforderung an die Familie.

Waldi war einfach weg, als die Familie am Sonntag, 13. Dezember, von einem Kirchenbesuch zurückkam. Alle Bemühungen der Familie und der Hundesuchhilfe Schwerte, die die Familie alarmierte, blieben bislang erfolglos. Die Familie geht davon aus, dass Waldi gestohlen wurde.

Statt einer guten Nachricht sah sich die Hörder Familie mit einem Trittbrettfahrer konfrontiert: Unbekannte nutzten die Situation offenbar aus, um mit einem manipulierten Foto Geld zu fordern – wenn sie denn das Tier zurückhaben wolle.

Familie empört über Trittbrettfahrer und Geldforderung

Das war am 16. Dezember, drei Tage nach Waldis Verschwinden, nachdem die Familie bereits Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hatte, ihren Liebling wiederzufinden. „Wir sind dann sofort zur Polizei gefahren“, berichtet Hundebesitzerin Anna Meltzer.

WER HAT ETWAS GESEHEN?

  • Der Hund muss am Sonntag (13.12.) zwischen 13 und 14.30 Uhr entwendet worden sein.
  • Wer etwas Verdächtiges gesehen hat oder den Hund sichtet, kann dies unter Tel. 0171/8351314 oder Tel. 0151/29105093 melden.

Sie ist noch immer empört über diesen Trittbrettfahrer. Der habe einfach das Suchfoto von Waldi genommen, die Leine wegretuschiert und Waldi mit einem Fotobearbeitungsprogramm in einen Käfig gesetzt.

Dieser üble Erpressungsversuch ist inzwischen ausgestanden, aber die Suche nach dem Tier bleibt weiter erfolglos. Auch die Polizei hat bisher keinerlei Hinweise, bestätigt Polizeisprecher Sven Schönberg auf Anfrage. In solchen Fällen gebe es für die Polizei auch kaum Ermittlungsansätze, bedauert er.

Intensive Suche auch am Phoenix-See und auf Phoenix-West

Anna Meltzer geht immer wieder alle Strecken ab, die sie mit Waldi gewöhnlich zurücklegt: Sie sei am Phoenix-See, auf Phoenix-West gewesen, habe Suchanzeigen in allen möglichen Portalen aufgegeben – nichts. „Da sind so viele Leute, und keiner hat irgendwas gesehen“, sagt sie. Das bestätige sie in ihrem Verdacht, dass das Tier einfach von jemandem mitgenommen wurde.

Waldi ist ein zutrauliches Tier. Seit dem 13. Dezember ist der Hund verschwunden. © privat © privat

Die Ungewissheit sei das Schlimmste sagt sie. Das zermürbe einen. Sie versucht, die Gedanken an das Schlimmste zu verdrängen. Auch ihr fünfjähriger Sohn leide sehr darunter, dass Waldi weg ist. Ihren letzten Arbeitstag vor Weihnachten hat Anna Meltzer nun hinter sich. Jetzt hat sie frei. Gut, weil es nun mehr Zeit gibt, zu suchen; schlecht, weil die Arbeit nicht mehr ablenke, sagt sie. „Ich versuche, die Gedanken zu verdrängen.“

Aufgeben aber, das stellt die 44-Jährige klar, das komme für sie, ihren Mann Robert und ihren Sohn auf keinen Fall infrage. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt sie entschlossen. Schließlich habe es auch schon Fälle gegeben, wo die Tiere nach längerer Zeit wieder aufgetaucht seien. Was sie tröste, das sei der riesige Zuspruch von Menschen, die mit ihr fühlen oder Ähnliches erlebt haben.

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Britta Linnhoff

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