Gutes tun

„Was sollen Likes? Ich brauche Spenden“: Sensationelle Aktion für die Tafel

Diejenigen, die ohnehin wenig haben, trifft die Corona-Krise doppelt. So auch die Gäste der Schwerter Tafel. Doch jetzt kommen Spenden aus Lichtendorf – gesammelt von jemandem, dem es selbst schlecht geht.
Michael Draeger (l.) konnte eine unglaubliche Menge an Sachspenden für die Schwerter Tafel sammeln und an Peter Höck (Mitte) übergeben. Rechts steht Draegers Freund und Helfer Sascha Blumenstein. © Jörg Bauerfeld

Es war eine Spendenmenge, die selbst Peter Höck, Leiter des Tafel-Trägers Signal gGmbH, sprachlos machte. Mehr als 18 Tonnen haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel gehen an die Schwerter Tafel.

Der Lichtendorfer Michael Draeger hat mit seinem Unterstützer-Team Unfassbares vollbracht. „Es ist ein neuer Spendenrekord“, sagt Michael Draeger, der seit vielen Jahren für die Schwerter Tafel Spenden sammelt.

„Aber es war verdammt schwierig in diesem Jahr, ich habe so viele Klinken geputzt, ich bin durch.“ Michael Draeger, der selbst schwer krank ist und dementsprechend in den letzten Wochen an seine Grenzen ging, ist trotz der ganzen Arbeit glücklich.

Großer Dank an alle Spender, Familie und Freunde

Er ist glücklich über das Spendenergebnis und glücklich über die Hilfe seiner Familie und Freunde. „Vor allem bei meinem guten Freund Sascha Blumenstein möchte ich mich besonders bedanken. Ohne ihn hätte ich das nicht geschafft“, erklärt Michael Draeger. Dabei sei das Spendensammeln in diesem Jahr äußerst schleppend angelaufen. Noch gut zwei Wochen vor dem Übergabetermin an die Schwerter Tafel (1.12.) waren die Lager ziemlich leer.

„Aber ich bin dann ja auch penetrant“, sagt Michael Draeger. Er habe deshalb seine Freunde und Bekannte in den öffentlichen Netzwerken ziemlich direkt angesprochen. „Was sollen positive Likes? Ich brauche Spenden“, sagt Michael Draeger. Die kamen dann auch prompt. Und zwar in solchen Mengen, dass selbst der Lichtendorfer überrascht war.

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