Alte Schriften

Fantastische Ausstellung zu alten Schriften: Die hohe Kunst des Schreibens

Friedrich-Wilhelm Weber war einer der ganz großen Kalligrafen Dortmunds. Seine Werke gibt es nun in einer besonderen Ausstellung zu sehen.
Rüdiger Kleff mit dem Foto des 1988 verstorbenen Kalligrafen Friedrich-Wilhelm Weber. Der wurde 1987 sogar mit der Plakette der Stadt Dortmund ausgezeichnet.
Rüdiger Kleff mit dem Foto des 1988 verstorbenen Kalligrafen Friedrich-Wilhelm Weber. Der wurde 1987 sogar mit der Plakette der Stadt Dortmund ausgezeichnet. © Jörg Bauerfeld

Sie ist die Kunst des schönen Schreibens, die Kalligrafie. Vor dem Buchdruck waren die Kalligrafen die einzigen Menschen, die Mitteilungen und Schriften verbreiten konnten. Unzählige Urkunden sind mit der feinen Feder künstlerisch gestaltet worden. Einer der ganz großen Kalligrafen in Dortmund war Friedrich-Wilhelm Weber.

1988 verstarb Weber bei einem Autounfall. Seine Werke sind aber in ganz Dortmund bekannt und jetzt bei einer Ausstellung zu bewundern – am Sonntag (22.5.) in der Friedhofskapelle an der Köln-Berliner-Straße 86. Organisator ist der Aplerbecker Geschichtsverein und vor allem Rüdiger Kleff, der die Werke Webers in dieser wohl einmaligen Ausstellung vorstellt.

Jeder Buchstabe ein Kunstwerk: drei Beispiele für die Arbeit von Friedrich-Wilhelm Weber.
Jeder Buchstabe ein Kunstwerk: drei Beispiele für die Arbeit von Friedrich-Wilhelm Weber. © Jörg Bauerfeld

„Lied von der Glocke“ ist zu sehen

Da ist dann unter anderem auch ein ganz besonderes Meisterstück der Kalligrafie zu sehen: das in Glockenform geschrieben „Lied von der Glocke“ von Friedrich Schiller. Jeder Buchstabe, ein Kunstwerk für sich. Sogar eine Auszeichnung bekam Friedrich-Wilhelm Weber für seine Arbeit: die Plakette der Stadt Dortmund.

Die gab es für die im Jahr 1987 geschriebene Kriegsopferliste mit 1.321 Namen von im 2. Weltkrieg getöteten Aplerbeckern. Auch dieses Werk wird in der Ausstellung zu sehen sein. Der Eintritt dazu ist frei.

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