Steht hier bald eine neue Feuerwache? Noch gibt es Gespräche der kommunalen Politik mit der Stadt Dortmund. © Jörg Bauerfeld
Feuerwehr in Dortmund

Wiese oder Kleingartenanlage? Was muss für neue Feuerwache weichen?

Im Dortmunder Süden gibt es schon seit geraumer Zeit Diskussionen über zwei Feuerwachen. Fakt ist: Es muss neu gebaut werden. Aber neben Gewinnern wird es auch Verlierer geben.

Die Gespräche laufen seit Jahren. Und die Sachlage ist ein wenig verzwickt. Da gibt es zwei gut funktionierende Feuerwehren, die nicht über Nachwuchsmangel klagen können. Beide nur wenige Kilometer weit entfernt. Beide voll integriert in das Dorf und beide sogar mit einer großen Jugendfeuerwehr.

Geht es nach der Dortmunder Feuerwehr, sollten sich beide Wachen zusammenschließen. Ein neues Gebäude müsste dann gebaut werden – und alles wäre gut. Doch die Idee kommt weder bei den beiden Löschzügen aus Sölde und Lichtendorf gut an noch bei der kommunalen Politik.

Das Feuerwehrgerätehaus an der Nathmerichstraße in Sölde. 1978 ist es erbaut worden, mittlerweile ist es zu klein geworden. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Und es geht um Grundstücke, die für einen eventuellen Neubau bereitstehen müssten. Im Gespräch ist da eine große Wiese an der Emschertalstraße oder eben ein Bereich zwischen der Primel- und der Schwerter Straße. Hier ist jedoch zurzeit noch eine Kleingartenanlage.

Ein Zusammenschluss der beiden Wehren scheint ausgeschlossen

Aber ist ein Neubau überhaupt notwendig? Ja, da sind sich Politiker und Feuerwehr einig. Entschieden werden muss jedoch noch, ob es am Ende einen Zusammenschluss beider Wehren gibt oder eben nicht.

Fakt ist jedoch: Beide Wachen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand. Die der Freiwilligen Feuerwehr in Lichtendorf an der Römerstraße ist zu alt. Die der Freiwilligen Feuerwehr in Sölde an der Nathmerichstraße ist zu klein. Hier ist sogar aus Platzgründen der Rettungswagen in der Wache am Dortmunder Airport ausgelagert. Die Krux: An beiden Orten ist ein Neubau kaum möglich.

Bezirksvertretung favorisiert die bestehende Lösung

Für die Bezirksvertretung Aplerbeck ist klar, beide Standorte müssen erhalten bleiben. „Es sind gewachsene Strukturen und zudem ist es aus meiner Sicht erforderlich, eine Wache nördlich der Bahnstrecke, also in Sölde, zu erhalten, und eine südlich, in Lichtendorf“, sagt Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel.

Man werde weiter im Gespräch mit der Stadt bleiben und man wolle auf jeden Fall verhindern, dass eine Kleingartenanlage weichen muss, um eine neue Wache zu bauen. „Da muss es andere Lösungen geben“, sagt Schädel. Eine ist eben die große Wiese an der Emschertalstraße.

Um diese beiden Feuerwehren geht es:

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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