Die Kulturinsel im Phoenix-See soll in der Corona-Krise zu einem problematischen Treffpunkt geworden sein. © Blossey (A)
Phoenix-See

Zeuge: Jugendliche schänden Zwangsarbeiter-Mahnmal, Security schaut weg

Ein Dortmunder ist entsetzt über seine Beobachtungen auf der Kulturinsel im Phoenix-See. Jugendliche sollen das Zwangsarbeiter-Mahnmal als Treffpunkt zum Fummeln nutzen.

Dass das Zwangsarbeiter-Mahnmal auf der Kulturinsel im Phoenix-See oft nicht beleuchtet sei, ist einem Dortmunder schon lange ein Dorn im Auge. Denn diese Dunkelheit würde ausgenutzt.

„Jugendliche haben sich im unbeleuchteten Denkmal versteckt und perverse Spielchen gespielt“, schreibt er am Nikolaus-Wochenende an die Redaktion. Am Freitag (4.12.) habe er diese Situation beobachtet.

„Das Security-Team hat sich fünf Meter vom Denkmal entfernt an einem Check-Point angemeldet“, erzählt er. „Aber sie haben sich umgedreht und sind weggegangen.“ Die Jugendlichen seien ohne Verwarnung davongekommen, obwohl ihr Verhalten respektlos und sicher nicht Corona-konform gewesen sei.

Phoenix-See ist kein problematischer Bereich

„Am vergangenen Freitagabend sind dem Sicherheitsdienst keine Jugendlichen negativ aufgefallen“, sagt jedoch Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter. Problematische Ansammlungen von Jugendlichen auf der Kulturinsel seien generell nicht bekannt.

Allerdings sei der Phoenix-See in diesem Jahr in Ermangelung von Alternativangeboten von vielen Dortmundern verstärkt aufgesucht worden. Rund um den See werden deshalb täglich rund um die Uhr zwei Sicherheitsleute eingesetzt. Am Wochenende kommen tagsüber zwei zusätzliche Einsatzkräfte hinzu.

Der Beschwerde des Dortmunders werde dennoch nachgegangen. „Der Sicherheitsdienst wird dazu angehalten, in Bezug auf mögliches Fehlverhalten auf der Kulturinsel ein verstärktes Augenmerk zu legen“, sagt Maximilian Löchter. „Dem Hinweis des unbeleuchteten Mahnmals gehen wir ebenfalls nach, da die Info-Boxen eigentlich beleuchtet sein müssten.“

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West

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