André Migdalsky zeigt es: Mittlerweile überwuchert Grün das Unterholz. Doch an Böschungen der Ellinghauser Straße liegt säckeweise Müll. © Holger Bergmann
Umwelt-Frevel

Am Straßenrand häuft sich der Müll: „Es wird immer schlimmer“

Die Meldung über illegal entsorgten Müll im Dortmunder Nordwesten häufen sich. Die Ellinghauser Straße hat sich zu einem wahren Entsorgungs-Hotspot entwickelt.

André Migdalsky ist ratlos: „Ich kann das nicht verstehen. Einerseits wird Umweltschutz immer wichtiger, viele Leute sorgen sich und verändern ihren Lebensstil. Auf der anderen liegt an den Straßenrändern immer mehr weggeworfener Müll.“

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Dortmund-

Deusen/Lindenhorst und Umgebung e. V. hat jetzt über einem halben Jahr ziemlich viel mit Müll zu tun. Das hat einen einfachen Grund. Die Mitglieder seiner Siedlergemeinschaft sorgen sich um ihre Nachbarschaft.

Illegal abgeladener Müll

Und da gibt es ein zunehmendes Problem. Müll. Illegal abgeladener Müll. Unabhängig voneinander sprechen die Mitglieder ihren Vorsitzenden immer wieder auf das Problem an. Und André Migdalsky versucht, alle Anfragen zu bearbeiten.

Im Zentrum des Problems ist die Ellinghauser Straße. Für viele Deusener ist sie der Weg zur Emscherallee und dann zur Autobahn oder in die Innenstadt. Und am Straßenrand häuft sich der Müll.

Müll in allen Stückelungen

Es gibt verschiedene Arten von Müll. Von regelrechten Abladestationen mit Müllsäcken oder Sperrmüll reicht die Stückelung bis hin zu einfachen Einzelstücken wie Essens-Verpackung oder Getränke-Flaschen.

„Vermutlich aus dem Auto geworfen“, meint André Migdalsky. Doch die größeren Abladestellen, „die sehen teilweise professionell angeliefert aus“. Mittlerweile ist André Migdalsky Stammgast auf der Seite „Dreckpetze“ auf der Dortmunder verdreckte Stellen an die EDG melden.

Müll wird abgeholt

Das ist motivierend und frustrierend zugleich. „Einerseits kommt dann tatsächlich Hilfe, der Müll wird abgeholt. Doch sauber bleibt es nicht lange“, sagt André Migdalsky und lobt die EDG ausdrücklich.

So sah es am Straßenrand der Ellinghauser Straße aus, das das Unterholz noch niederig war. Der Müll lag dicht an dicht.
So sah es am Straßenrand der Ellinghauser Straße aus, das das Unterholz noch niederig war. Der Müll lag dicht an dicht. © André Migdalsky © André Migdalsky

Doch nicht alles läuft gut, denn Abfallbeseitigung an der Ellinghauser Straße ist problematisch. An einigen Stellen gibt es an den Böschungen starke Gefälle. „Da kann im Prinzip nicht rumkrabbeln und Müllsammeln“, meint André Migdalsky.

Mähmaschine schreddert den Müll

Dieser Müll ist unerreichbar. Für Menschen, aber nicht für Maschinen. Und Maschinen ärgern André Migdalsky ebenfalls. Wenn es Mähmaschinen sind. „Da wurde mal die Böschung gemäht und der Müll wurde mit geschreddert. Das kann man jetzt gar nicht mehr saubermachen“.

Deshalb würde sich André Migdalsky wünschen, man könnte grundsätzlich etwas tun gegen den Müll, anstatt nur vereinzelte Müllhaufen einzusammeln. Er hat zwar keine Vorstellung, was man da machen kann. Aber er hat mittlerweile zahlreiche Ortspolitiker der Bezirke Mengede und Huckarde angeschrieben, um sie über die Situation an der Ellinghauser Straße zu informieren, denn: „Es wird immer schlimmer. Da muss was passieren“.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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