Corona-Krise

Anfragen an die Nachbarschaftshilfe Marten haben sich verfünffacht

Erst vor knapp hundert Tagen haben engagierte Martener die Nachbarschaftshilfe gegründet. Der Verein ist aber schon gefragt wie nie und hat sich bereits seine erste Auszeichnung verdient.
Die Nachbarschaftshilfe „Solidarität bei Infektion in Selm“ erledigt zum Beispiel Einkäufe für Betroffene. © picture alliance/dpa

Die Nachbarschaftshilfe Marten ins Leben zu rufen, hat sich gelohnt. Das weiß der Initiator Axel Wolff bereits rund hundert Tage nach der Gründung. In der Corona-Krise leben vor allem ältere Menschen isoliert und verlassen kaum noch ihre Wohnungen.

Die Nachbarschaftshilfe hilft Senioren zum Beispiel beim Einkauf. Dieses Engagement hat dem Verein bereits seine erste Auszeichnung eingebracht, den Anerkennungspreis „Dortmunder Anpacker“.

Gerade in diesen Tag mit der Zunahme der Infektionszahlen merken die Mitglieder der Nachbarschaftshilfe wie tief verwurzelt sie bereits in Marten sind: „Seit Juni hat sich die Zahl der Anfragen verfünffacht“, berichtet Axel Wolff.

Sammelbestellung für den Supermarkt

Die 20 festen Vereinsmitglieder sind per Whats-App miteinander verbunden. „Das geht dann so: Hat jemand Zeit für Frau Müller einen Brief zur Post zu bringen“, berichtet Axel Wolff. Einer meldet sich immer.

Bei der Einkaufshilfe arbeitet der Verein mit Rewe zusammen. Wer Hilfe anfragt, kann seine Bestellung einreichen und dann erfolgt eine Sammelbestellung.

Die Arbeit des Vereins geht aber noch darüber hinaus. Hilfe gibt es auch für Menschen, die durch die Corona-Krise in konkrete Not geraten sind, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit. Für diese Menschen organisiert die Nachbarschaftshilfe mit Spenden-Geldern zum Beispiel Einkaufsgutscheine.

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