Die Baustelle an der Autobahnbrücke, bekannt als "Ekel-Tunnel", sorgt für Rätselraten bei den Anwohnern. © Beate Dönnewald
Autobahnbrücke A40

Bauarbeiten am Dortmunder „Ekel-Tunnel“: Einsatz gegen Taubenkot?

Beschwerden über Dortmunds „Ekel-Tunnel“ reißen nicht ab – trotz kürzerer Reinigungsintervalle. Jetzt wurde unter der Brücke eine Baustelle eingerichtet. Hängt sie mit dem Taubenkot zusammen?

Wird Dortmunds Ekel-Tunnel seinen unrühmlichen Namen bald los? Eine gerade eingerichtete Baustelle könnte darauf hindeuten.

Es geht um die von Tauben vollgekotete A40-Unterführung am Lütgendortmunder Hellweg/Ecke Beverstraße in Lütgendortmund an der Stadtgrenze zu Bochum. Gehwege, Fahrbahn, Wände, Laternen und Abfallbehälter – nichts ist hier vor den tierischen Hinterlassenschaften sicher. Dieser Zustand ist Anwohnern und Passanten schon lange ein Dorn im Auge. Einige sehen darin sogar eine Gesundheitsgefahr.

Längst hat die EDG ihre Reinigungsintervalle im Ekel-Tunnel erhöht. Auf der Bochumer Seite ist die Umweltservice Bochum GmbH verstärkt im Einsatz. Doch solange die Tauben ungehindert in den Tunnel rein- und rausfliegen können, lässt sich das Problem auf diese Weise nicht gänzlich in den Griff kriegen.

Taubenkot ade: Diese Ekelbilder soll es in der A40-Unterführung bald nicht mehr geben.
Taubenkot ade: Diese Ekelbilder soll es in der A40-Unterführung bald nicht mehr geben. © Stephan Schütze (Archiv) © Stephan Schütze (Archiv)

Autobahn GmbH des Bundes baut Einflugschutz ein

In den vergangenen Tagen wurde unterhalb der Autobahnbrücke eine Baustelle eingerichtet. Baut die zuständige Autobahn GmbH des Bundes nun endlich einen Einflugschutz ein, um die Tauben auszusperren?

Die Antwort von Sprecher Anton Kurenbach wird Musik in den Ohren aller Tunnel-Kritiker sein. Denn auf Anfrage dieser Redaktion schreibt er: „Da an dieser Brücke ein ziemliches Problem mit Taubenkot besteht, werden die Kolleginnen und Kollegen einen Einflugschutz in dem Spalt zwischen der Brücke und den Widerlagern – also den Betonelementen seitlich der Straße, auf denen die Brückenplatte aufliegt – montieren.“

Schäden in den Widerlagern

Allerdings ist diese Maßnahme gegen den Taubenkot nicht der Hauptgrund für die Einrichtung der Baustelle. „An der Brücke über den Lütgendortmunder Hellweg wurden Schäden in den Widerlagern entdeckt“, berichtet Anton Kurenbach. Deshalb werde die Autobahn GmbH des Bundes das Bauwerk ab Montag (26.7.) instand setzen.

„Die Widerlager werden mit einer 20 bis 30 Zentimeter dicken Stahlbetonschicht auf der gesamten Brückenbreite verstärkt“, so der Unternehmenssprecher. Damit sich die Belastung durch den Verkehr besser auf das Bauwerk verteilen kann, erhalte die Brücke zudem am westlichen Widerlager eine Stahlkonstruktion, ergänzt Kurenbach.

Bauarbeiten dauern voraussichtlich fünf Monate

Die Arbeiten werden voraussichtlich fünf Monate dauern. In dieser Zeit wird der östliche Fuß- und Radweg mit einer Fußgängerampel auf die gegenüberliegende Straßenseite geführt. Außerdem wurden die Haltestellen Beverstraße verlegt.

Fahrzeuge können den Bereich passieren. Auch der Verkehr auf der Autobahn A40 sei von den Arbeiten nicht betroffen, so Anton Kurenbach.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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