Drei neue Wohnkomplexe mit modernen Wohnungen in verschiedenen Größen sollen an der Hangeneystraße im Dortmunder Westen entstehen. Dazu Garagen, Carports und Fahrrad-Parkplätze. © Visualisierung: NewStandard
Wohnen in Dortmund

Bauarbeiten vor dem Start: Viele Interessenten für neues Wohncarrée

Chice Penthouse-Wohnungen statt Ruhrkohle-Ruinen: Bald rollen die ersten Bagger für ein neues Dortmunder Wohncarrée. In zwei Jahren soll es fertig sein, Mietinteressenten gibt es schon jetzt.

Es ist eines der größeren Wohnungsbauprojekte im Dortmunder Westen: Nach elf Jahren Leerstand werden die Gebäude der alten Schule für Ruhrkohle-Lehrlinge an der Hangeneystraße abgerissen. Entstehen sollen chice, neue Wohnungen. Im sogenannten „Wohncarree Hangeney 147-155“.

Die Baugenehmigung für die drei großen Wohnhäuser lag schon im Sommer vor, doch jetzt geht es wirklich los: Seit Mitte November ist rund um die alten Gebäude eine Baustelle eingerichtet. Das 7600 Quadratmeter große Gelände ist von Bauzäunen umgeben.

Noch kann man sich schwer vorstellen, was hier mal entstehen soll: An der Hangeneystraße 147 -155 steht noch die Ruine der alten Ruhrkohle-Schule für Lehrlinge. Die Wohncarrée-Baustelle ist nun eingerichtet. Bald soll der Abrissbagger rollen.
Noch kann man sich schwer vorstellen, was hier mal entstehen soll: An der Hangeneystraße 147 -155 steht noch die Ruine der alten Ruhrkohle-Schule für Lehrlinge. Die Wohncarrée-Baustelle ist nun eingerichtet. Bald soll der Abrissbagger rollen. © Natascha Jaschinski © Natascha Jaschinski

Bald rollen die Abrissbagger

„Die Abbrucharbeiten werden in Kürze beginnen“, sagt Marcus Breit, Geschäftsführer der Wohncarree Hangeney GmbH. Die Firma gehört zur NewStandard Planen und Leben GmbH. Ein Baustatiker habe sich vor Ort genau umgesehen, damit auch keine umliegenden Gebäude beschädigt würden. Schließlich müssen gleich mehrere große, verfallene Häuser platt gemacht werden.

Im Frühjahr sollen die eigentlichen Bauarbeiten starten. Je nach Witterung vielleicht schon Ende Februar. Aber in jedem Fall innerhalb des ersten Quartals, sagt Breit. 45 Wohnungen mit insgesamt etwa 4400 Quadratmetern Wohnfläche sind geplant: In jedem Haus wird es 15 Wohnungen geben – ausschließlich zur Miete. Fertig sein soll laut Breit alles im Herbst 2022.

Von Souterrain-Wohnungen bis zum Penthouse im Dachgeschoss: Im neuen Wohncarree an der Hangeneystraße gibt es sehr verschiedene Wohnung zu mieten. Eines haben alle gemeinsam: Sie sind durchweg barrierefrei zu erreichen.
Von Souterrain-Wohnungen bis zum Penthouse im Dachgeschoss: Im neuen Wohncarree an der Hangeneystraße gibt es verschiedene Wohnungen zu mieten. Eines haben alle gemeinsam: Sie sind durchweg barrierefrei zu erreichen. © Visualisierung: NewStandard © Visualisierung: NewStandard

Jeden Tag rufen bereits Miet-Interessenten an

Das sind noch fast zwei Jahre. Doch das Projekt stößt offenbar jetzt schon auf rege Nachfrage: Seit die Baustelle eingerichtet ist, hätten sich viele Miet-Interessenten gemeldet, sagt Breit. Der Geschäftsführer verweist sie an die Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen (KZVK). Diese hat das Objekt gekauft. Für „einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“, wie Christian Kerstiens von der KZVK sagt. Die KZVK ist damit Eigentümer des Wohncarrees und wird als solcher die Wohnungen vermieten.

„Das Telefon mit Interessenten klingelt mittlerweile fast jeden Tag“, sagt Kerstiens. Nach bisherigem Stand werden die Wohnungen zwischen 77 und 135 Quadratmeter groß sein. Es gibt Souterrain-Wohnungen, Wohnungen im Mittelgeschoss und Penthouse-Wohnungen. Alle haben laut Kerstiens Wärmedämmverbundsysteme, eine Luftwärmepumpe, eine Fußbodenheizung und alle sind barrierefrei.

Quadratmeterpreis wird wohl über zehn Euro liegen

Dennoch seien Senioren nicht das Hauptklientel. Eine Standortanalyse habe ergeben: Besonders attraktiv sei das Wohncarree für Paare ohne Kinder, für Familien und die Generation 55+. „Trotzdem wollen wir niemanden ausschließen“, sagt Kerstiens.

Der Mietpreis soll um die 10,30 Euro bis 10,60 Euro pro Quadratmeter liegen. „Bestandsimmobilien in der Gegend sind günstiger“, gibt Kerstiens zu. Doch die Wohnungen seien „gehobener Standard“ und schlüsselfertig: Parkett liegt, die Wände sind gemacht. Kerstiens: „Eigentlich braucht man nur noch Möbel mitzubringen.“

Interessenten können sich ab Samstag (5.12.) unter der neu eingerichteten Mailadresse wohncarree-hangeney@kzvk-dortmund.de melden.

Versorgungskasse und Vermieter

Die KZVK Rheinland-Westfalen kümmert sich eigentlich um zusätzliche Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung für Beschäftigte bei kirchlichen oder diakonischen Arbeitgebern. Sie ist aber auch im Immobiliengeschäft tätig: Eigenen Angaben nach vermietet sie bundesweit 4000 Objekte: 3500 private Wohnungen und 500 gewerbliche Einheiten. Schwerpunkt sind die Städte Dortmund, Bochum und Essen.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski

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