Im Kirchlinder Seniorenzentrum sind einige Bewohner am Coronavirus gestorben. © Freddy Schneider (Archivbild)
Coronavirus im Altenheim

Chronologie zeigt den Corona-Ausbruch im Awo-Seniorenheim

Im Kirchlinder Altenheim ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Infolgedessen sind bislang 19 Bewohner gestorben. Eine Chronologie zeigt erstmals die Entwicklung der Corona-Lage in diesem Heim.

18 Bewohnerinnen und Bewohner des Kirchlinder Seniorenheims sind bislang infolge des Corona-Ausbruchs gestorben.

Diese Redaktion berichtet regelmäßig über die aktuelle Situation im Altenheim, sie steht sowohl mit Angehörigen, der Stadt Dortmund als auch der Sprecherin der Awo im engen Austausch.

Nun zeigt eine Chronologie erstmals, wie sich die Lage im Seniorenheim entwickelt hat.

Chronologie des Corona-Ausbruchs

Die Chronologie beginnt Anfang 2021:

  • 2. Januar: Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner des Awo-Seniorenheims bekommen ihre erste Impfung gegen das Virus.
  • 14. Januar: Die Sprecherin der Arbeiterwohlfahrt gibt auf Anfrage bekannt, dass es im Heim sechs positive Corona-Fälle gibt, „nachdem wir dort 9 Monate lang keine positiven Fälle hatten“. Dabei handelt es sich um die Testergebnisse des Heims selbst.
    Die Corona-Tests des Gesundheitsamts am 14. Januar haben ergeben, dass 50 Bewohner und 12 Mitarbeiter als coronapositiv gelten.
  • 15. Januar: Eine Dortmunderin, die im Kontakt mit der Redaktion steht, wurde über den Umzug ihrer coronakranken Angehörigen auf die Corona-Station des Heims informiert.
  • 20. Januar: Es gelten laut Stadt Dortmund 73 Bewohner und 32 Mitarbeiter als infiziert.
  • 22. Januar: Der erste Bewohner des Heims ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.
  • 23. Januar: Die zweite Impfung für gesunde Bewohner ist erfolgt.
  • 25. Januar: In der Expertenrunde der Redaktion mit Fachleuten erklärt Prof. Carsten Watzl (Immunologe, TU Dortmund, warum es zum Corona-Ausbruch trotz erster Impfung kommen konnte. Seine Argumentation: „Der 95-prozentige Schutz tritt erst bis zu zwei Wochen nach der zweiten Impfung ein.“
  • 22. Januar bis 28. Januar: Bewohner des Seniorenheims dürfen keinen Besuch empfangen. Das hat die Heimleitung zum Schutz der Bewohner beschlossen, die zur Risikogruppe gehören.
  • 29. Januar: Die Stadt teilt auf Anfrage mit, dass insgesamt 14 Bewohner am Virus verstorben sind. 61 Bewohner und 30 Mitarbeiter gelten als infiziert.
  • 5. Februar: Laut eines Schreibens der Awo-Heimleitung an die Angehörigen gelten 29 Bewohner als coronapositiv getestet. Das Schreiben liegt der Redaktion vor. Der Test wurde am 5. Februar durchgeführt.
  • 8. Februar: Die Heimleitung erlaubt wieder Besuche für gesunde Bewohner unter Auflagen. Angehörige dürfen ihre Familienmitglieder beispielsweise mit Abstand im Foyer besuchen.
  • 12. Februar: Die Stadt teilt auf Anfrage mit, dass insgesamt 18 Bewohner im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind.
  • 19. Februar: Die Zahl der virus-bedingten Todesfälle ist auf 19 angestiegen. Das teilt die Stadt Dortmund auf Anfrage mit.

Die Redaktion erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Chronologie.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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