Die Allgemeinmedizinerin Dr. Nanni Hunn hilft maßgeblich dabei, Bewohner und Mitarbeiter des St.-Antonius-Altenzentrums in Dortmund Huckarde zu impfen. Mit einem Brief hat sie es geschafft, 99 von 100 Bewohnern von der Corona-Impfe zu überzeugen. © Privat (Archivbild)
Coronavirus

Corona-Impfung: Ärztin überzeugt mit diesem Brief Spritzen-Skeptiker

Ärztin Dr. Nanni Hunn hat bei der Corona-Impfung im Huckarder Seniorenzentrum St. Antonius maßgeblich geholfen. Mit einem Brief hat sie 99 von 100 Bewohnern von der Impfung überzeugen können.

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Nanni Hunn hat eine eigene Praxis in Dorstfeld. Doch das Arbeiten in der Praxis reicht ihr nicht aus: Sie hilft auch maßgeblich bei der Corona-Impfung in dem Huckarder Seniorenzentrum St. Antonius von der Caritas.

So geschehen am Dienstag (12. Januar). Eigentlich ist in der Praxis von Dr. Hunn an der Wittener Straße 8 dienstags um 12 Uhr Feierabend. Doch danach war noch längst nicht Schluss: Dr. Hunn und ihr Team machten Überstunden und impften 99 der 100 Bewohner des St.-Antonius-Altenheims.

Mit der hohen Quote ist Stephan Schaeper, der Leiter des Zentrums, sehr zufrieden. Dass sich so viele Menschen, wie zum Beispiel Margaretha Kloth (87), impfen ließen, lag auch daran, dass die Bewohner und Mitarbeiter im Altenheim einen ganz besonderen Brief von Dr. Hunn bekommen hatten.

Darin erklärt sie, wie wichtig es ist, die Impfung wahrzunehmen. In der Hoffnung, dass sie mit dem Brief auch noch weitere Menschen von der Wichtigkeit der Corona-Impfung überzeugen kann, hat die Allgemeinmedizinerin den Brief der Redaktion zur Verfügung gestellt.

Das ist der Brief von Dr. Hunn

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte MitarbeiterInnen und BewohnerInnen im AZ St Antonius,

in meiner Funktion als Allgemeinmedizinerin und Palliativärztin haben viele von Ihnen mich eventuell schon mal bei Hausbesuchen gesehen.

Ich habe mich bei der KV (Anmerkung der Redaktion: Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe) dazu bereit erklärt, bei der Impfung gegen das Coronavirus mitzuwirken, das uns seit Monaten weltweit im Griff hat.

Warum mache ich das? Weil ich überzeugt bin, dass es richtig ist, zu impfen, und weil ich überzeugt davon bin, dass diese Impfung für uns alle sehr wichtig ist und dazu beitragen wird, dass wir alle hoffentlich bald wieder ein normales Leben führen können, ohne Angst voreinander haben zu müssen.

Die Forscher, die diesen Impfstoff gefunden haben, forschen schon lange Jahre auf diesem Gebiet und sind absolute Experten. Die Impfung wurde bereits über 45.000 mal geimpft und zeigt eine exzellente Wirkung mit wenig Nebenwirkungen, auch langfristige Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten!

Es ist ein tolles Angebot unseres Gesundheitssystems an uns alle, dass wir uns auf Kosten der Krankenkassen damit impfen lassen können. Ich selbst werde mich so schnell impfen lassen wie möglich.

Ich möchte Sie alle herzlich dazu einladen, dieses Angebot zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz Ihrer Mitmenschen zahlreich anzunehmen.

Wir werden in Kürze bei Ihnen im Heim impfen können, ich hoffe, wir sehen uns!

Beste Grüße Dr. med. Nanni Andrea Hunn, Dortmund“

Die zweite Impfung bekommen Bewohner und Mitarbeiter im Altenheim St. Antonius Anfang Februar.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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