An diesem Container-Standort sind dem neuen „Ermittlungsdienst Abfall“ Müll-Sünder ins Netz gegangen. Bei diesem Foto handelt es sich um einen neuen „Vermüllungsfall“. © Beate Dönnewald
Abfall-Ärger

Die neuen Abfall-Detektive spüren Müll-Sünder im Dortmunder Westen auf

Der neue „Ermittlungsdienst Abfall“ ist seit dem 1. Juli im Einsatz. Die ersten Umwelt-Sünder sind ihm bereits ins Netz gegangen. Tatort war ein Container-Standort im Dortmunder Westen.

Nicht nur die EDG-Mitarbeiter macht dieser Anblick wütend, auch Anwohner sind regelmäßig genervt, wenn Container-Standorte zu Müllhalden verkommen. „Sowas ärgert mich immer ungemein und verschandelt unser schönes Huckarde“, kommentiert ein Bürger sein Foto auf Facebook.

Es zeigt verstreute Altkleider und -schuhe sowie Türme aus Kartonagen, Plastik und Müllsäcken an der Insterburger Straße. In knapp 90 Kommentaren (Stand 7.7.) machen Bürger ihrem Ärger über Vermüllungen hier und andernorts Luft.

Für Fälle wie diese ist seit dem 1. Juli der „Ermittlungsdienst Abfall“ in Dortmund unterwegs. Vier Mitarbeiter der Stadt und vier EDG-Mitarbeiter halten nach Müll-Sündern Ausschau, erteilen Verwarn-Gelder oder leiten Anzeigen in die Wege.

Den Standort an der Insterburger Straße hatten sie bereits vor dem Facebook-Post im Visier. In der ersten Woche ihrer Arbeit gingen ihnen dort die Umwelt-Frevler ins Netz.

EDG hat die Umweltsünder dem Ordnungsamt gemeldet

Viele Details wollte EDG-Sprecherin Petra Hartmann nicht verraten. Man habe den Bereich aufgrund von Hinweisen beobachtet und die Täter für weitere Ermittlungen dem Umweltamt gemeldet. „Es ist ein Verfahren bis zu einer Ordnungswidrigkeitsstrafe möglich“, so Hartmann.

Auch gebrauchte Kleidung wurde nicht im, sondern neben dem Container entsorgt.
Auch gebrauchte Kleidung wurde nicht im, sondern neben dem Container entsorgt. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

Der Standort an der Insterburger Straße sei nicht auffälliger als viele andere Bereiche, so Hartmann. Im konkreten Fall seien die Container nur zu 50 Prozent ausgelastet gewesen. „Leider machen sich viele Menschen nicht die Mühe, die Kartonagen zu zerkleinern. Im Container entfalten sie sich wieder und dann ist er vermeintlich voll.“ Hartmanns eindringlicher Appell: Bitte Kartons zerreißen, um Volumen zu sparen.

EDG-Mitarbeiter bekommen Schnappatmung

Ihre Kollegen bekämen beim Anblick wie dem an der Insterburger Straße Schnappatmung. „Das ist eine Schweinerei, mit der Wohngebiete verschandelt werden, und kein Kavaliersdelikt“, so Hartmann.

Um die Lage gerade in der Corona-Krise zu entspannen, hat die EDG im Juni an 62 Orten einen zusätzlichen Papier-Container aufgestellt. Im Stadtbezirk Huckarde sind es folgende Standorte:

  • Oberfeldstraße 2
  • Buschstraße 90
  • Parsevalstraße 167
  • Rahmer Straße 170
  • Boschstraße 154
  • Westerwikstraße 24
  • Hangeneystraße 37

EDG reagiert auf Meldungen innerhalb von 48 Stunden

Zudem sind seit dem 1. Juli neue EDG-Reinigungsteams im Einsatz, die Depot-Container-Standorte aufsuchen, um unerlaubte Ablagerungen zu beseitigen. Bürger können Verschmutzungen über die Dreckpetze-App oder telefonisch unter Tel. (0231) 9111-111 melden.

„In der Regel reagieren wir innerhalb von 48 Stunden“, so Petra Hartmann. Sie weist darauf hin, dass größere Menge von Papier und Pappe (bis vier Kubikmeter) kostenlos an Recyclinghöfen abgegeben werden können.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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