Gleich zwei Einbrüche ereigneten sich am Samstag in Werne. In einem der beiden Fälle konnte die Polizei die Beschuldigten stellen. © Symbolbild Pixabay
Schutz vor Einbrechern

Diebstähle in Dortmunder Wohnsiedlung: Polizei gibt Präventionstipps

In Dortmund-Rahm brachen Unbekannte mehrere Keller auf und stahlen Gegenstände aus Hausfluren. Die Polizei erklärt, wie man sich vor solchen Taten schützen kann.

Die Anwohner der Jungferntalstraße sind verunsichert. Seit einigen Wochen verschwinden Schuhe und Bilder aus Hausfluren. Ein Balkon wurde quasi leergeräumt: Die Möbel waren plötzlich weg sowie weitere Gegenstände aus einem Schrank. Außerdem wurden Keller in den Mehrfamilienhäusern der Jungferntalstraße 36 bis 44 aufgebrochen.

„Ich bin fix und fertig“, sagt Zerina Vöpel. Ihr wurden sämtliche Möbel vom ebenerdigen Balkon gestohlen. Der Diebstahl ist der Polizei bekannt. Polizeisprecherin Amanda Nottenkemper sagt, dass diese Art von Diebstählen „absolut selten“ und „sehr untypisch“ seien.

Abschrecken mit Licht

Trotzdem gibt sie Tipps für solche Fälle. Um dem Einbrecher zu signalisieren, dass auch abends und nachts jemand wach ist, könne man ein Licht mit einer Zeitschaltuhr koppeln. Eine kleine Lampe reiche dafür aber nicht aus.

Eventuell sei auch ein Bewegungsscheinwerfer hilfreich. In diesem Fall solle man aber unbedingt an seine Nachbarschaft denken und „sehr vorsichtig“ sein. Die Lichtfluter, die per Bewegungssensor angeschaltet werden, sind sehr hell und können unter Umständen die Nachtruhe anderer Menschen stören.

Dort, wo auf Zerina Vöpels Balkon nun Blumenkästen stehen, stand vorher eine Sitzgruppe. Doch die Möbel wurden von den Dieben entwendet.
Dort, wo auf Zerina Vöpels Balkon nun Blumenkästen stehen, stand vorher eine Sitzgruppe. Doch die Möbel wurden von den Dieben entwendet. © Jonas Hildebrandt © Jonas Hildebrandt

Häufiger als Balkondiebstähle sei eher, dass Einbrecher den direkten und einfachen Weg ins Haus suchen. Und der führt über die Haustür. Gerade in Mehrfamilienhäusern stehe die Tür nicht selten offen oder nur „die Schnappfunktion“ ist eingestellt.

Oft seien die Täter Menschen aus dem Drogenmilieu. Ein Einbruch muss schnell gehen. Deshalb suchen sich die Kriminellen den leichtesten Weg, drücken gegen die Haustüren, in der Hoffnung auf eine zu stoßen, die sich öffnet. „Innerhalb von fünf Minuten wollen Einbrecher Erfolg haben.“

Den Faktor Zeit nutzen

Deshalb der Rat die Polizistin: „Halten Sie die Türen jederzeit geschlossen und nutzen Sie nicht die Schnappfunktion.“ Bei dieser Einstellung fällt die Tür nur augenscheinlich ins Schloss, lässt sich aber einfach aufdrücken, ohne dass man einen Schlüssel braucht.

Entsprechende Hinweiszettel an die Bewohner des Hauses seien ebenfalls sinnvoll. Zusätzlich könne man den Zugang zu den Kellerräumen erschweren. Denn: Je komplizierter und zeitaufwendiger ein Einbruch dem Kriminellen erscheint, desto wahrscheinlich wird er das Vorhaben abbrechen.

Einige Geschädigte aus Rahm haben sich offenbar bereits fachkundige Hilfe geholt. Laut Polizeisprecherin Nottenkemper habe sich eine „geschädigte Partei“ bei den Experten der Kriminalprävention gemeldet. „Das ist total super und wichtig.“

Georg Thomann, Anwohner und Beiratsmitglied der Eigentümergemeinschaft, sagt, dass man die Schlösser der fünf Haustüren, über die sich der Täter Zugang verschafft habe, austauschen wolle.

Kriminalprävention Dortmund

  • Das Team der Polizei gibt Tipps, um Einbrüche zu verhindern, und überprüft Häuser und Wohnungen auf mögliche Schwachstellen.
  • Dass man sich vor Einbrüchen schützen kann, begründet das Team mit einer Zahl: 46 Prozent aller Einbrüche in Dortmund und Lünen seien 2019 im Versuch stecken geblieben.
  • Erreichbar ist das Team telefonisch unter 0231 132 7950 oder per Mail unter vorbeugung.dortmund@polizei.nrw.de
Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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