Hier wird in einem Zoo geimpft: Ein Dortmunder wünscht sich, dass Vereine diese niederschwelligen Impfangebote in den Stadtteilen organisieren. © dpa
Coronavirus

Dortmunder appelliert an Vereine: „Lockt Impfmuffel mit Bratwurst und Bier“

Warum rufen die Vereine nicht zu Impfaktionen auf? Das fragt sich der Dortmunder Manfred Rippa. Mit niederschwelligen Angeboten in den Stadtteilen könnte man viele Impfmuffel erreichen, sagt er.

Manfred Rippa möchte gleich mehrere Appelle rund ums Corona-Impfen loswerden. „Mir ist es ein großes Bedürfnis, meinen Beitrag im Kampf gegen das Virus zu leisten und damit vor allem etwas für meinen Ort zu erreichen.“

Der 82-Jährige aus Dortmund-Marten weiß, wovon er spricht. Denn Manfred Rippa war über 20 Jahre Vorsitzender des örtlichen Bürgerschützenvereins und hat in dieser Zeit viele Aktionen auf die Beine gestellt. „Es ist für mich schon erstaunlich, dass keine der sonst so aktiven Vereinigungen in Marten zu einer Impfaktion aufruft.“

Menschen könnten Impfen mit dem Einkauf verbinden

Manfred Rippa verweist auf die Sonderimpfaktionen, die in unserer Stadt bereits gelaufen sind und erfolgreich waren. Ob BVB-Stadion, Kirmes oder Moschee – die zusätzlichen Impfangebote stießen jedes Mal auf große Resonanz.

„Im Fernsehen habe ich Impfaktionen auf Park- und Rastplätzen gesehen, dort wurden die Menschen sogar direkt im Auto geimpft. Da würde ich mir als Verein oder sonstige Vereinigung doch Gedanken machen und Kontakt mit der zuständigen Stelle aufnehmen“, so der ehemalige Schützen-Chef.

Der Martener Manfred Rippa macht sich für Impfaktionen in den Stadtteilen stark.
Der Martener Manfred Rippa macht sich für Impfaktionen in den Stadtteilen stark. © Stephan Schütze (Archiv) © Stephan Schütze (Archiv)

Der Senior denkt vor allem an den Bürgerschützenverein mit seiner zentralen Lage im Stadtteil an der Straße An der Wasserburg. „Er könnte die Impfaktion mit einem Tag der offenen Tür oder ähnlichem verbinden. Wenn erlaubt, mit Bratwurst und Bier locken.“ Der Standort sei ideal. Das Vereinsgelände liege mitten im Dorf, die Menschen könnten das Impfen sogar mit ihrem Einkauf verbinden.

„Impfmuffel scheuen lange Wege“

Manfred Rippa ist sich sicher, dass die Martener ein Impfangebot vor Ort gut annehmen würden. „Aus Gesprächen weiß ich, dass viele die langen Wege und den Schreibkram scheuen oder einfach gedankenlos sind.“

Es sei immens wichtig, die Impfquote zügig weiter zu erhöhen, sagt Rippa. Gerade angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen. „Lasst euch impfen und schützt unsere Kinder“, appelliert er. Und seinen Appell an die Martener Vereine weitet er aus. „Nicht nur bei uns in Marten, in allen Stadtteilen könnten Vereine und Vereinigungen aktiv werden und eigene Impfangebote auf die Beine stellen.“

Keine Beschwerden nach dem Impfen

Und noch etwas möchte Manfred Rippa loswerden, um Bedenken und Skepsis der Impfgegner aus dem Weg zu räumen: „Viele haben Angst vor möglichen Impf-Reaktionen. In meiner Familie sind zehn Personen mit drei unterschiedlichen Impfstoffen geimpft worden, keiner von ihnen hatte anschließend Beschwerden.“ Das sei übrigens eine generationsübergreifende Erfahrung: „Meine Familienmitglieder, die geimpft wurden, sind zwischen 84 und 23 Jahre alt.“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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