Wie könnte der Park zukünftig heißen? Die ersten Bürger haben Vorschläge gemacht. © Beate Dönnewald
Kuriose Geschichte

Dortmunder Park ohne Namen: Die ersten Namensvorschläge sind da

Ein Dortmunder Park soll einen Namen bekommen. Eigentlich hat er einen, doch der ist nicht offiziell. Mittlerweile liegen die ersten Vorschläge vor. Inklusive Liebeserklärung.

Ein Heimatforscher hat den Fehler aufgedeckt und öffentlich gemacht: Ein Dortmunder Park im Westen unserer Stadt heißt gar nicht so, wie ihn viele nennen. Tatsächlich hat er gar keinen Namen. Menschen im Stadtteil möchten das gerne ändern.

Ein Namenswettbewerb dieser Redaktion, angeregt von Heimatforscher Reiner Gallen, hat die ersten kreativen Bürger auf den Plan gerufen. Sie haben sich Gedanken gemacht, welchen Namen der Steinhammer-Park in Dortmund Marten, der gar nicht Steinhammer-Park heißt, zukünftig tragen könnte.

Der Erste, der sich gemeldet hat, ist der Dortmunder Dieter Büker. „Als gebürtiger Martener möchte ich mich an der Suche beteiligen und Ihnen meine Vorschläge einreichen“, schreibt er in einer E-Mail an diese Redaktion. Sein Schreiben ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an seine frühere Heimat.

Hier war früher die Ziegelei Barich

Der Diplom-Ingenieur und Doktor der Philosophie wirft zunächst einen Blick in die Vergangenheit: „Ein zentraler Teil des heutigen Parks wurde in meiner Kindheit und Jugend von der Ziegelei Barich eingenommen“, erinnert er sich.

Die heute nach Barich benannte Straße am Marktplatz sei zu dieser Zeit noch namenlos gewesen. „Sie hieß bei uns wegen des weichen Asphaltbelags – der im Sommer mit Barfuß nur hüpfend zu betreten war – schlicht ,Gummistraße‘.“

Ringofenpark oder Ziegelbäckerpark

Mit Blick auf die frühere Ziegelei Barich schlägt Dieter Büker für den Park an der Steinhammerstraße folgende Namen vor: Ringofenpark, Ziegelbäckerpark, Barichpark und Ziegelpark. „Das sind alles Namen mit lokalem Bezug. Man kann natürlich auch politisch gewollte Name kreieren, die auf Vielfalt und Toleranz hinweisen, aber ich möchte lieber ,vor Ort‘ bleiben“, so Büker.

Am Ende schreibt er: „Viel Glück und schöne Grüße ins unvergessene Marten.“

Reiner Gallen (78) sucht nach Grippe-Impfstoff – und hat ihn offenbar auch gefunden.
Reiner Gallen (78) sucht nach Grippe-Impfstoff – und hat ihn offenbar auch gefunden. © Björn Althoff © Björn Althoff

Germania-Park oder Zeche-Germania-Park

Und noch ein ehemaliger Bewohner hat sich gemeldet. Klaus Kornienko, der früher in der Diedrichstraße gewohnt hat:. „Da ich gebürtiger Martener bin, aber nicht mehr dort wohne, möchte ich dennoch zwei Namensvorschläge hier einreichen“, schreibt er. Seine Vorschläge lauten: Germania-Park und Zeche-Germania-Park. Auch Kornienko stellt einen lokalen Bezug her, diesmal zu Martens Bergbau-Vergangenheit.

In eine ähnliche Richtung denkt Gerold Reinicke. Die Bevölkerung habe von der Zeche Germania profitiert, da dort neue Arbeitsplätze entstanden seien, schreibt er. Er schlägt als Namen „Germania-Park“ oder „Martener Germania-Park“ vor.

Heimatforscher Reiner Gallen und seine Mitstreiter aus dem Martener Arbeitskreis „Planen und Bürgerbeteiligung“ freuen sich über weitere Vorschläge. Eine Vorauswahl wollen sie später an die Bezirksvertretung Lütgendortmund weiterleiten. Denn: „Die Namensgebung von Straßen ist in der Regel Sache der Bezirksvertretungen“, so Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage.

Weitere Namensvorschläge bitte an: beate.doennewald@mdhl.de

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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