Am 4. Advent gibt es im Dekanat Dortmunder Westen noch Präsenzgottesdienste, dann ist bis zum 10. Januar erst einmal Schluss. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Coronavirus

Dortmunder Pastoralverbund sagt Präsenzgottesdienste ab 21. Dezember ab

Während das katholische Erzbistum Paderborn weiter an Präsenzgottesdiensten festhält, hat jetzt der erste Pastoralverbund alle Messen und Gottesdienste bis zum 10. Januar abgesagt.

Die anhaltend hohen Zahlen der Corona-Infektionen in Dortmund und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens stellen auch die Kirchen vor die Frage, wie sie künftig mit Präsenzgottesdiensten umgehen sollen. Die Evangelische Kirche von Westfalen hat bereits alle Besuchs-Gottesdienste abgesagt, das Erzbistum Paderborn hält bislang jedoch an der Entscheidung fest, Gottesdienste unter besonderen Beschränkungen für Besucher zuzulassen.

Gottesdienste am 4. Advent finden noch statt

Der Pastoralverbund Dortmunder Westen, zu dem die katholischen Kirchengemeinden in Lütgendortmund, Bövinghausen, Marten und Oespel-Kley gehören, zieht jetzt aber die Reißleine. Wie Pfarrer Guido Hoernchen, Pastoralverbundsleiter, jetzt unserer Redaktion mitteilte, wird man alle Messen und Gottesdienste von Montag, 21. Dezember, zunächst bis einschließlich Sonntag, 10. Januar, absagen. Die Gottesdienste am Samstag/Sonntag (4. Advent) finden noch statt.

Man habe vor der Frage gestanden, wie man in der aktuellen Situation mit den gottesdienstlichen Angeboten verantwortlich umgehen wolle und könne. Nach Beratung mit dem Vorstand des Gesamtpfarrgemeinderates habe man eine Entscheidung getroffen, „die uns im Blick auf die Feier des kommenden Weihnachtsfestes sehr schwer gefallen ist. Dementsprechend sage ich hiermit die Präsenzgottesdienste in den Gemeinden des Pastoralen Raumes Dortmunder Westen ab“, so Pfarrer Guido Hoernchen:.

Enttäuschung der Menschen verständlich

Dem Dekanats-Team sei es sehr bewusst, dass diese Entscheidung bei manchen Menschen besonders emotional zunächst eine große Enttäuschung mit sich bringe. Dennoch hoffe man, dass sie mit etwas Abstand betrachtet, im Blick auf die aktuelle Situation und das damit verbundene Infektionsgeschehen Verständnis finde.

Besonders wichtig sei es, als katholische Kirche im Dortmunder Westen, auch weiterhin verlässlich erreichbar und ansprechbar zu sein. Man habe in den vergangenen Tagen und Wochen bereits Weihnachtstüten „to go“ gepackt und zur Verteilung in die Gemeinden gebracht. Diverse Online-Angebote und Gottesdienste für unterschiedliche Zielgruppen wurden und werden auch in den nächsten Tagen im Netz zu finden sein.

Kirchen und Krippen sind immer wieder zugänglich

Und die Kirchen würden auch zu verlässlichen Zeiten weiterhin zum stillen Gebet oder auch dem Besuch der Weihnachtskrippen geöffnet: Heiligabend beispielsweise in der Zeit von 15 bis 18 Uhr alle Kirchen, am 1. Weihnachtstag von 11 bis 12 Uhr Christus unser Friede in Oespel und St. Magdalena in Lütgendortmund, am 2. Weihnachtstag, Silvester/Neujahr und jeden Sonntag zu den regulären Gottesdienstzeiten (einschließlich Vorabendmesse) die jeweilige Kirche.

Hier stehe dann in der Regel dann auch ein Mitglied des Pastoralteams als seelsorglicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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