Die Schüler Dean, Sawa, Enna, Anna-Lena, Annika und Taha sowie Schulleiterin Susanne Köhnen (l.) und Axel Torka (r.) mit den mehr als 400 Päckchen vor der Verteilung. © Holger Bergmann
Paket-Aktion

Ein Gymnasium beschenkt zu Weihnachten viele bedürftige Menschen

Weihnachten, Besinnlichkeit, mit den Lieben feiern – das gilt nicht für obdachlose und andere bedürftige Menschen. Eine Schule in Nette versendet deshalb viele Pakete Weihnachtsfreude.

Bereits im fünften Jahr hat der Verein „HHG hilft“ eine Päckchen- und Geschenk-Aktion zugunsten Bedürftiger zum Weihnachtsfest organisiert. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer des Heinrich-Heine-Gymnasiums haben rund 400 Päckchen gepackt, um den Schützlingen von vier Einrichtungen für bedürftige Menschen eine Freude und ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten.

Trotz der eingeschränkten Möglichkeiten durch die Corona-Pandemie ist der Beitrag der Schule ungebrochen hoch. Bereits im November hatten die Schule zahlreiche Nachfragen von interessierten Spendern erreicht, die auch in diesem Jahr anboten, wieder Pakete packen zu können.

„Die schönste Aktionen im Jahr“

Im Lehrerkollegium gilt das Paket-Projekt laut Lehrer Axel Torka gar als „die schönste Aktionen im Jahr“. Anfang Dezember wurden durch die Schüler Dean, Sawa, Enna, Anna-Lena, Annika und Taha aus der Klasse 9d leere Kartons vorbereitet.

Sie legten Packlisten in die Pakete, damit die Spender wissen, was die Empfänger besonders benötigen: Nahrungsmittel, warme Socken und Handschuhe, Süßigkeiten oder Hygieneartikel.

Dabei gilt es für die Spender, viel zu beachten. Zum Beispiel ob das Päckchen ein Geschenk für einen Mann oder eine Frau sein soll. Auch zerbrechlich sollte der Inhalt nicht.

Kein Glas Gurken ins Paket

„Im vergangenen Jahr hatte ein Spender ein Glas Gurken verschenkt“, berichtet Axel Torka. Das Glas zerbrach. „15 Pakete haben nach Gurken gerochen“.

Diesmal gab es keine Gerüche, die auf Schäden in den Päckchen hindeuteten. Als die Spender die Pakete zurück brachten, waren sie nicht nur gut gefüllt, sondern oft auch noch liebevoll dekoriert.

„HHG hilft“ gibt die Pakete nun weiter an folgende Einrichtungen: Die Gast-Haus statt Bank Wohnungslosenhilfe, das Bernhard März Haus der Caritas in der Nordstadt, Streetworker der Stadt Dortmund, die sich um wohnungslose Jugendliche kümmern, sowie die Dortmunder Mitternachtsmission.

Es gibt noch mehr

Der Verein wird die Gaben an die Empfänger noch ergänzen. So werden aus zusätzlich gesammelten Spendengeldern beispielsweise Schlafsäcke und Isomatten für Wohnungslose gekauft und zusammen mit den Päckchen verteilt.

Und das sind nicht irgendwelche Camping-Utensilien. „Die Obdachlosen brauchen da draußen nicht irgendwelches Zeug, die brauchen robustes Material“, sagt Axel Torka. Deshalb ist die Dortmunder Firma Outlive Partner dieser Aktion.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
Zur Autorenseite
Holger Bergmann

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt