Peter Schiefelbein hat in Corona-Zeiten zumindest geschäftlich Grund zur Freude: Von Elektronik-Lieferengpässen ist sein Geschäft nicht betroffen. © Beate Dönnewald
Fernseher und Spiele-Konsolen

Elektronik-Händler freut sich über hohe Nachfrage: „Es geht richtig ab!“

Die Nachfrage nach Elektronik-Produkten ist während der Corona-Pandemie so groß, dass es teilweise zu Lieferengpässen kommt. Ein Fachhändler aus dem Dortmunder Westen freut sich über Verkaufserfolge.

Lange Schlangen vor den Elektronik-Märkten, ausverkaufte Waschmaschinen, Laptops und PlayStations im Online-Handel: Wer während der Corona-Zeit seinen Haushalt mit neuer Elektronikware aufstocken möchte, hat es oft nicht leicht.

Wegen Lieferengpässen und erhöhter Nachfrage sind viele Produkte nur mit Verzögerung, teils gar nicht vorhanden.

Während die großen Ketten Schwierigkeiten haben, den Wünschen ihrer Kunden nachzukommen, sieht es bei den traditionellen Elektronik-Fachhändlern offenbar anders aus.

Vorteil des Elektro-Fachhandels: Ware liegt in Lagern allzeit bereit

„Es geht richtig ab!“, freut sich Peter Schiefelbein, der Inhaber des Elektrowaren-Handels Schiefelbein und Hartmann in Marten. „90 Prozent der angefragten Ware können wir innerhalb von ein bis zwei Tagen liefern“, berichtet er.

Woran liegt es, dass Schiefelbein und Hartmann von den Lieferengpässen fast gar nicht betroffen sind?

„Wir haben eigene Lager, in denen wir die Ware gehortet haben“, erklärt Schiefelbein. Diese Lager stehen in Köln und Düsseldorf, die vorrätige Ware muss also nicht erst aus anderen Ländern importiert werden.

In Corona-Zeiten ist das ein großer Vorteil verglichen mit vielen großen Ketten, die ihre Ware anderswo in Europa lagern.

„Größere Ketten ordern oft direkt bei den Herstellern. Diese haben momentan Produktions-Schwierigkeiten“, erläutert Schiefelbein.

Viele Elektronik-Hersteller produzieren nicht in Deutschland, sondern leben von Zulieferern. Wegen Corona gelangt deren Ware aber oft gar nicht erst nach Deutschland. „Außerdem mussten einige Zulieferer Kurzarbeit anmelden und konnten so nicht schnell genug produzieren“, erklärt Schiefelbein.

Auch wenn die großen Ketten Ware in Lagern vorrätig hätten, betreffe dies oftmals nur klassische Massenprodukte. „Exklusivere Einzelteile sind dann häufig nicht vorrätig“.

Freizeitverhalten entscheidend: Elektronik-Ware ist sehr gefragt

Für die Ware in den Lagern kann Schiefelbein dankbar sein, denn die Nachfrage ist groß. „Die Menschen kaufen mehr Elektro-Waren als sonst“, sagt er.

Das Freizeitverhalten habe sich während der Corona-Pandemie stark verändert: „Die Leute schauen mehr fern, hören Musik oder arbeiten am Computer“, sagt Peter Schiefelbein. Kein Wunder also, dass auch die Nachfrage an Elektronik-Artikeln immer weiter steigt.

Fernsehen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung während der Pandemie. Manch einer investiert deswegen in einen neuen Fernseher. © picture alliance / Monika Skolim © picture alliance / Monika Skolim

Für Schiefelbein und Hartmann kein Problem, die Ware haben sie vorrätig. „Nur die PlayStation 5 war sehr schnell ausverkauft.“ Ein so gefragtes Produkt sei aber auch ohne Corona schnell vergriffen. Allein der Lieferengpass wäre dann kleiner gewesen. Doch auch in Corona-Zeiten kann man seine Freizeit zur Not anders verbringen als mit der neuesten Spiele-Konsole.

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1999 in Münster geboren, seit 2019 freie Mitarbeiterin bei den Ruhr Nachrichten. Dortmund ist mein neues Zuhause, hier studiere ich Journalistik und Politikwissenschaft.
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