Die Zahl der Corona-erkankten Bewohner und Mitarbeiter ist in einem Dortmunder Seniorenzentrum gestiegen. © Helmut Kaczmarek (Archivbild)
Coronavirus

Erstes Todesopfer nach Corona-Ausbruch in Dortmunder Altenheim

In einem Dortmunder Altenheim sind mehr als 100 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Nun hat es das erste Todesopfer gegeben. Das gesamte Seniorenzentrum steht unter Quarantäne.

Nachdem vergangene Woche bekannt geworden ist, dass in einem Awo-Seniorenzentrum insgesamt mehr als 100 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sind, steht nun das gesamte Heim unter Quarantäne.

Das berichtet Awo-Pressesprecherin Katrin Mormann auf Anfrage dieser Redaktion. Laut Stadt-Sprecherin Anke Widow ist am vergangenen Freitag (22.1.) eine Person im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in dem Awo-Seniorenzentrum Kirchlinde verstorben. Ob es sich um einen Mitarbeiter oder einen Bewohner handelt, teilten beide Pressesprecherinnen bis Montagabend nicht mit.

Infolge der Corona-Infektionen gilt nach Auskunft von Awo-Sprecherin Mormann

in dem Kirchlinder Seniorenzentrum bis Donnerstag (28. Januar) ein Besuchsverbot. „Wir stehen auch diesbezüglich in enger Abstimmung mit den Behörden und warten auf weitere Anweisungen“, sagt die Awo-Sprecherin.

Mitarbeiter, die positiv getestet worden seien, „bleiben selbstverständlich in häuslicher Quarantäne“, sagte Mormann.

104 Corona-Erkrankte

Es gelten aktuell 73 Bewohner und 31 Mitarbeitende des Kirchlinder Seniorenzentrums als Corona-positiv, sagt Anke Widow. Im Heim ist Platz für 126 Bewohner.

Am kommenden Donnerstag (28. Januar) stünden die nächsten PCR-Tests an, die das Gesundheitsamt durchführt. „Dann wissen wir mehr“, so die Awo-Sprecherin.

Gesunde Bewohner erhielten 2. Corona-Impfung

Eine gute Nachricht vermeldet die Awo-Sprecherin: Am Samstag (23. Januar) haben Bewohner, die aktuell nicht Corona-positiv sind, die zweite Impfung gegen das Coronavirus im Seniorenzentrum bekommen. Die erste Impfung hatten sie bereits Anfang Januar erhalten.

Die aktuell erkrankten Personen sollen „alsbald in enger Abstimmung mit den Medizinern und dem Gesundheitsamt zum zweiten Mal geimpft“ werden.

Auf die Fragen, wie viele kranke Bewohner im Seniorenzentrum selbst verpflegt und wie viele Bewohner in Krankenhäusern behandelt werden, antwortet die Awo-Pressesprecherin: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir über Gesundheitszustände unserer Bewohnerinnen und Bewohner keine Auskünfte an die Medien geben.“

Stadt-Sprecherin Anke Widow berichtet in der Zwischenzeit, dass alle Bewohner des Heims einzeln isoliert und entsprechend gepflegt würden. Demnach gebe es keine interne Corona-Station mehr im Heim selbst.

Dem widerspricht die Awo-Sprecherin. Gesunde Bewohner seien in Quarantäne. Und die positiv getesteten Bewohner würden weiterhin einzeln isoliert werden. „Aus Infektionsschutzgründen sind ‚Umzüge‘ innerhalb der Einrichtung untersagt“, so Mormann.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Freddy Schneider, Jahrgang 1993, Dortmunderin. Gelernte Medienkauffrau Digital/Print und Redakteurin. Seit 2012 arbeitet sie bei den Ruhr Nachrichten.
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Frederike Schneider

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