Die Sportanlage am Bärenbruch ist gut besucht. Dieses Bild wurde am Freitag (23.4.) aufgenommen, wenige Stunden später sollen dort 58 Personen Fußball gespielt haben. © Nora Varga
Bärenbruch-Trubel

Es sind nicht zwei, drei Kinder, es geht hier um Solidarität und Regeln

Wenn 60 Personen sich trotz des Pandemie-Lockdowns auf Bolz- und Spielplatz tummeln und dort zum Teil randalieren, dann ist das nicht harmlos, findet unser Autor. Doch ein Lösungsansatz ist da.

Jan Wiethoff, Vorsitzender von Westfalia Kirchlinde, steht nicht im Ruf, lauthals zu schreien, wenn rein gar nichts passiert ist. Insofern ist ihm genau zuzuhören, wenn er unserer Redaktion berichtet, dass sich regelmäßig gewaltbereite junge Erwachsene als Gruppe in der Anlage am Bärenbruch aufhalten würden. Trotz aller Corona-Regeln, die – das haben wir selbst erlebt – vielfach missachtet werden.

Dass sich die dort ansässigen Vereine allein gelassen fühlen, sollte zu denken geben. Vor allem Polizei und Ordnungsamt, die ja dafür da sind, um geltendes Recht und Verordnungen durchzusetzen.

Dass sich die Polizei Donnerstag zu einem ausführlichen Gespräch mit Wiethoff zusammengeschaltet hat, ist ein Anfang. Gleichwohl sollten jetzt Taten folgen. Und das sind regelmäßige und strengere Kontrollen.

Kontrollen, die nicht damit enden, dass Polizisten verlauten lassen, flüchtende Täter könnten nicht verfolgt werden, weil die Schutzausrüstung das verhindert. Eine sonderbare Aussage.

Bei all dem Verständnis, dass die Menschen raus wollen: Es geht in der Diskussion nicht um zwei, drei Kinder, die sich nach dem Winter mit den Lockdowns nun endlich wieder mal auf dem Bolzplatz treffen. Es geht um über 50 Personen, die sich so gerieren, als würden für sie keine Regeln gelten. Das ist gefährlich und unsolidarisch. Es ist nicht zu verharmlosen.

Über den Autor
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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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