In dem Dortmunder Mehrfamilienhaus fällt der Fahrstuhl regelmäßig aus. Die LEG kommt ihren Mietern jetzt entgegen. © Beate Dönnewald
Mieter wehren sich

Fahrstuhl-Ärger: Erst ein Schock, dann gute Nachrichten für LEG-Mieter

Seit zwei Jahren fällt der Aufzug in einem Dortmunder Mehrfamilienhaus immer wieder aus. Für ein Ehepaar hatte die jüngste Fahrstuhl-Störung schlimme Folgen. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Mittlerweile können die Dortmunder LEG-Mieter aufatmen: Nachdem der Fahrstuhl in ihrem Mehrfamilienhaus rund zwei Wochen außer Betrieb war, funktioniert der Aufzug wieder. Die abschließende Reparatur erfolgte laut LEG-Pressesprecher Nils Roschin am 6. August (Freitag).

„Die erste Reparatur war am Donnerstag, danach ist der Horror-Fahrstuhl direkt wieder ausgefallen“, erzählt LEG-Mieter Martin Urbaniak. Der 28-Jährige hält die gesamte Situation in dem fünfgeschossigen Gebäude an der Siepmannstraße 51 in Dortmund-Kirchlinde für eine große Zumutung: „Seit zwei Jahren streikt der Fahrstuhl regelmäßig für mehrere Tage.“

Der jüngste Aufzug-Ausfall soll für ein Ehepaar aus dem vierten Stock schlimme Folgen gehabt haben. „Der Mann liegt jetzt im Krankenhaus. Er war gesundheitlich angeschlagen und bekam schlecht Luft. Der Arzt hatte ihm verboten, Treppen zu laufen“, erzählt Martin Urbaniak.

Dieser Vorfall zeige doch, wie wichtig ein zuverlässiger Fahrstuhl in einem mehrgeschossigen Wohnhaus sei, so der junge Gesundheits- und Krankenpfleger. Die großen Verlierer seien die älteren, kranken und gehbehinderten Mieter.

LEG bittet um Verständnis

Bereits in der vergangenen Woche entschuldigte sich die LEG bei ihren Mietern in der Siepmannstraße 51 für die Einschränkungen. „Wir bitten um Verständnis, dass die Ersatzteilbeschaffung beim Hersteller etwas Zeit benötigt und die umgehend beauftragte Reparatur mehr Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich vorgesehen. Ersatzteile sind keine Lagerware, was leider manchmal zu Wartezeiten führt. Das ist dann leider eine Belastung für unsere Mieterschaft“, schrieb Nils Roschin in einer E-Mail an diese Redaktion.

Nach der zweijährigen Leidenszeit reichen den Mietern nette Worte ihres Vermieters aber nicht mehr. Die Nachbarn haben sich laut Martin Urbaniak zusammengetan und eine Unterschriftenaktion gestartet. Damit wollen sie eine Mietminderung erwirken. „Alle Mieter haben unterschrieben“, so der 28-Jährige.

Seit 2018 fällt der Fahrstuhl regelmäßig und über mehrere Tage aus.
Seit 2018 fällt der Fahrstuhl regelmäßig und über mehrere Tage aus. © Beate Dönnewald © Beate Dönnewald

LEG kündigt Mietgutschriften an

In dieser Sache ist die LEG ihren Mietern nun zuvorgekommen. Denn am Dienstag (10.8.) schreibt Pressesprecher Nils Roschin an diese Redaktion: „Unsere Mieterinnen und Mieter in der Siepmannstraße 51 werden pauschal eine Mietgutschrift bekommen.“ Wie hoch die Erstattung ausfallen wird, dazu nennt er allerdings keine Details.

Aufgrund dieses öffentlichen Versprechens wolle man die schriftliche Forderung nach einer Mietminderung samt Unterschriftenliste zunächst zurückhalten, so Martin Urbaniak. „Wir werden erstmal abwarten, wie hoch die Gutschrift sein wird.“ Ein mittlerer dreistelliger Betrag müsse es in seinen Augen aber mindestens sein. „Die LEG muss es ja spüren…“

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1968 geboren und seit über 20 Jahren Redakteurin bei Lensing Media. Zuständig für den Dortmunder Westen mit seinen Stadtbezirken Lütgendortmund, Mengede und Huckarde sowie für die Stadt Castrop-Rauxel.
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Beate Dönnewald

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