In dem Haus an der Arthur-Beringer-Straße 4 in Huckarde bemerkten die Bewohner am Donnerstagmorgen Rauch in ihrem Treppenhaus. © Holger Bergmann
Feuerwehreinsatz

Feuerwehr-Einsatz in Huckarde – Gestank und Qualm alarmieren Nachbarn

Dichter Qualm und beißender Gestank in einem Haus. Zum Glück ohne Verletzte oder Sachschaden. Aus einem Feuerwehr-Einsatz in Huckarde kann man trotzdem eine ganz einfache Lehre ziehen.

Am Donnerstagmorgen (10.12.) gab es große Aufregung in Huckarde. Sirenen der Feuerwehr hallten durch die Straßen. Weil niemand wusste, was los war, entwickelten sich Gerüchte. „Es brennt in einem Altenheim“. „Es gibt ein Feuer in Oestrich“ – Die Falschnachrichten machten schneller die Runde als die Feuerwehr anrücken konnte. Zeitweise war am Donnerstagmorgen nicht mal klar, wie viele Brände es aktuell überhaupt gab. Viele Menschen machten sich Sorgen.

Erst um 10.12 Uhr am Donnerstag konnte die Feuerwehr Auskunft geben. Demnach hatte es am Morgen gegen 9.30 Uhr einen Notruf aus Huckarde gegeben. In der Arthur-Beringer-Straße wurde ein Brand gemeldet.

Gestank im Treppenhaus

Aus einem Fenster in dem Mehrfamilien-Haus mit der Nummer 4 kam Rauch. Im Treppenhaus hatte sich ein furchtbarer Gestank verbreitet. Mehrere Mieter bemerkten den Gestank gleichzeitig, berichtet eine Bewohnerin des Hauses.

„Wir sind erstmal nach draußen gerannt, um zu schauen, ob der Gestank von dort kommt“, berichtet eine Frau. „Aber der Gestank war nur im Haus“. Auf ihrer Suche nach der Quelle des Gestanks wurden die Mieter des Vivawest-Hauses in der zweiten Etage fündig. „Da kam Rauch durch den Türschlitz“, berichtet die Bewohnerin der Wohnung darunter.

Hitzestau unter der Decke

Während eine Mieterin die Feuerwehr verständigte, versuchten andere Nachbarn, in die Wohnung zu gelangen. „Das ging ganz einfach“, berichtet die Augenzeugin, „man konnte die Tür mit der Hand aufdrücken“.

Die Nachbarn fanden eine total verqualmte Wohnung vor. Doch glücklicherweise brannte es nicht. Was die Beteiligten entdeckten, war eine nasse Decke, die auf einer Heizung lag und dort scheinbar für einen Hitzestau gesorgt hatte.

Feuer war schon gelöscht, als die Feuerwehr kam

„Wir haben hier alle Nachtspeicher-Heizungen“, erklärt die Nachbarin das Phänomen. „Die werden ganz schön heiß. Das hat schon früher für Probleme gesorgt. Da darf man nichts drauflegen.“

Als die Feuerwehr den Einsatzort erreichte, war das Problem schon beseitigt. Die Rettungskräfte kontrollierten den Schauplatz des Vorfalls noch einmal und verließen dann die Arthur-Beringer-Straße.

Verletzte durch den Rauch gab es nach Angaben der Hausbewohner nicht, auch keine Sachschäden. Die betroffene Mieterin bekam bis zu ihrer Rückkehr von dem Vorfall in ihrer Wohnung nichts mit.

Erst am Mittwochabend (9. Dezember) hatte ein Holzhaus in Lütgendortmund Feuer gefangen. Die Löscharbeiten gingen bis tief in die Nacht. Zur Brandursache gibt es noch keine näheren Informationen.

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Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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Holger Bergmann

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